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Frau telefoniert unter rotem Regenschirm.

Kaum fängt es an zu regnen, verspüren wir den Drang, unsere Liebsten anzurufen.
© Nejron Photo - Fotolia

Fr. 12. Oktober 2012

Bei schlechtem Wetter klingelt das Telefon häufiger

Sonne, Niederschlag oder Schnee: Das Wetter beeinflusst unsere Stimmung. Aber es motiviert auch, wie oft man zum Telefon greift. Dies haben jetzt englische Wissenschaftler herausgefunden.

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Bei schlechten Witterungsverhältnissen ruft man eher enge Freunde und die Familie an als Menschen, die man nicht so gut kennt. Besonders bei Minusgraden dauert das Telefonat auch mal länger. Dr. Santi Phithakkitnukoon von der Universität Newcastle hat herausgefunden, dass das Gespräch dann durchschnittlich um sechs Minuten zulegt. Keinen Einfluss hat das Wetter darauf, um welche Uhrzeit wir telefonieren.

"Das Wetter ist bekannt dafür, dass es das menschliche Verhalten beeinflusst", erklärt der Informatiker. "Hierzu zählt unsere Stimmung, die Gesundheit und wie aktiv wir uns verhalten. Unsere Ergebnisse legen nahe, das auch das Handyverhalten vom Wetter beeinflusst wird."

Phithakkitnukoon analysierte mit seinem Team mehr als eine Millionen Handynutzer aus Portugal. Ihr Ergebnis: Wen wir anrufen und wie lange wir telefonieren hängt vom Wetter ab. Wird es draußen ungemütlich, ist es also regnerisch, windig oder sehr heiß, nimmt nicht nur die Länge der Anrufe zu. Man greift auch häufiger zum Hörer.

Die Forscher teilten die Anrufer in zwei Gruppen ein. In eine mit enger und eine mit geringer sozialer Bindung. Hierzu analysieren sie, wie oft ein Handybesitzer jemanden anruft und wie häufig er von demjenigen zurück gerufen wird. "Dadurch lassen sich geschäftliche Anrufe herausfiltern", erklärt Phithakkitnukoon, "weil man da häufig nicht zurückgerufen wird."

PEF

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