Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Mücken tricksen Moskitonetze aus

Aktuelles

Mücke sticht.

In den Tropen sind Mücken vielfach Überträger von Malariaerregern.
© Peter Heimpel - Fotolia

Mi. 10. Oktober 2012

Malariamücken tricksen Moskitonetze aus

Abends ein Moskitonetz über das Bett hängen und man ist vor den lästigen Plagegeistern geschützt. Doch dies scheint nicht mehr zu gelten. Eine Sorte Malariamücken hat jetzt ihren Zeitplan geändert und sticht bereits in den frühen Abendstunden zu.

Anzeige

Dies hat jetzt die Londoner Insektenkundlerin Jennifer Stevenson herausgefunden. Bislang sind Malariamücken vor allem am späten Abend und nachts aktiv. Wer sich dann mit speziellen Netzen schützt, die zusätzlich noch Insekten abwehrende Mittel enthalten, musste sich um Stiche keine Sorgen machen.

Laut Stevenson bieten diese Netze gegen die neue Mückensorte keinen Schutz mehr. Diese Mücken stechen bereits in den frühen Abendstunden. Und damit lange bevor die Menschen sich unter ihren Netzen ins Bett legen.

Mit Insekten abwehrenden Mitteln ausgerüstete Moskitonetze galten bislang als gute Waffe gegen die Malaria. Weil sich viele Afrikaner entsprechende Vorhänge übers Bett hängen, ging die Zahl der Infektionen nachweislich zurück. Bis zu einer Million Todesfälle durch Malaria konnten Schätzungen zufolge so verhindert werden.

Gen-Analysen haben gezeigt, dass sich die neuen Moskitos von den bislang in der Region bekannten Stechmücken unterscheiden. "Sie könnten sich entwickelt haben, gerade weil die Malariakontrolle so erfolgreich ist", erklärt Jo Lines, der früher das Malaria Programm der Weltgesundheitsorganisation koordiniert hat. "Je stärker wir die bekannten Moskitos unterdrücken, desto mehr seltene entstehen." Und dazu zählen die neuen Netzaustrickser.

Diesen Trend bestätigt eine weitere Arbeit. So entdeckten Forscher aus dem westafrikanischen Land Benin eine Stechmückensorte, die nun kurz vor Sonnenaufgang zuschlägt. Vor allem ein Risiko für Farmer, die früh aufstehen müssen, schreiben die Forscher.

PEF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Pendeln: Umsteigen begünstigt Infekte

Wer oft mit Bus und Bahn unterwegs ist, steckt sich schneller mit Viren an.

Auch Blinzeln trägt zum Gespräch bei

Dabei geht es nicht ums Augenklimpern, sondern um subtilere Signale.

Nachbarschaft steuert unser Essverhalten

Wie gesund wir uns ernähren, hängt offenbar von der Gegend ab, in der wir leben.

Dieser Stuhl beugt Rückenschmerzen vor

Ein spezieller Stuhl motiviert seinen Besitzer dazu, regelmäßig die Sitzposition zu ändern.

Nach Feierabend nicht zurückziehen

Für die Erholung ist es offenbar besser, sich aufzuraffen und noch etwas zu unternehmen.

Rauchen: Wer dreht, hört seltener auf

Raucher, die ihre Zigaretten selbst drehen, sind weniger motiviert, damit aufzuhören.

Lange Ehe: Weniger Streit, mehr Humor

Paare, die schon lange verheiratet sind, überwinden Konflikte eher mit Humor.

Partnerschaft beeinflusst die Fitness

Frisch verliebt oder gerade getrennt: Beides wirkt sich auf die körperliche Aktivität aus.

Lego-Kopf verschluckt, was nun?

Forscher haben das in einem Selbstversuch getestet.

Keime: Können Brillen krank machen?

Brillen sind oft mit potenziell krankmachenden Bakterien besiedelt.

Superhelden machen uns hilfsbereiter

Schon der Anblick eines Superhelden motiviert uns dazu, anderen zu helfen.

Frauen sind zäher als gedacht

Entgegen vieler Vorurteile zeigt eine neue Studie: Frauen sind körperlich ebenso belastbar wie Männer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen