Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Mütter reagieren anders auf Drogen

Aktuelles

Erschöpfte Mutter mit Baby

Bei Versuchen mit Ratten wurde beobachtet, dass Kokain bei Müttern anders wirkt. Offen bleibt, ob dies auch bei Menschen der Fall wäre.
© danr13 - Fotolia

Di. 16. Oktober 2012

Mutterschaft verändert Effekt von Drogen

US-amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Mütter anders auf Drogen reagieren als Kinderlose – zumindest bei Ratten. Die Erkenntnisse könnten den Grundstein für eine bessere Therapie von drogenabhängigen Menschen legen, hoffen die Forscher.

Anzeige

In ihren Versuchen hatte sich gezeigt, dass Rattenmütter anders auf Kokain reagieren, als weibliche Ratten ohne Nachkommen. So gab es Unterschiede darin, wie intensiv die Lustzentren im Gehirn durch die Droge stimuliert wurden. Im Gehirn von Müttern wurde weniger Dopamin freigesetzt, berichten die Forscher. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der auch als Glückshormon bezeichnet wird und an dem durch Kokain verursachten Hochgefühl beteiligt ist.

Auch Stress veränderte das Verhalten der Ratten: Im Vergleich zu Ratten ohne Stress und Ratten ohne Nachwuchs waren gestresste Rattenmütter am wenigstens bereit, sich für eine Drogendosis übermäßig anzustrengen. War das Kokain jedoch leicht zu erreichen, erhöhte sich ihre Neigung, die Droge zu konsumieren.

Eine genaue Erklärung für ihre Ergebnisse haben die Forscher noch nicht. Die Annahme liege jedoch nahe, dass die Erfahrung Mutter zu sein und die Mutterschaft selbst die Reaktion auf Kokain verändere, so die Wissenschaftler. Denkbar wäre etwa, dass Hormonveränderungen, die mit der Schwangerschaft und frühen Mutterschaft einhergehen, eine Rolle spielen, oder aber die Erfahrung, sich um Nachwuchs kümmern zu müssen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Nachbarschaft steuert unser Essverhalten

Wie gesund wir uns ernähren, hängt offenbar von der Gegend ab, in der wir leben.

Dieser Stuhl beugt Rückenschmerzen vor

Ein spezieller Stuhl motiviert seinen Besitzer dazu, regelmäßig die Sitzposition zu ändern.

Nach Feierabend nicht zurückziehen

Für die Erholung ist es offenbar besser, sich aufzuraffen und noch etwas zu unternehmen.

Rauchen: Wer dreht, hört seltener auf

Raucher, die ihre Zigaretten selbst drehen, sind weniger motiviert, damit aufzuhören.

Lange Ehe: Weniger Streit, mehr Humor

Paare, die schon lange verheiratet sind, überwinden Konflikte eher mit Humor.

Partnerschaft beeinflusst die Fitness

Frisch verliebt oder gerade getrennt: Beides wirkt sich auf die körperliche Aktivität aus.

Lego-Kopf verschluckt, was nun?

Forscher haben das in einem Selbstversuch getestet.

Keime: Können Brillen krank machen?

Brillen sind oft mit potenziell krankmachenden Bakterien besiedelt.

Superhelden machen uns hilfsbereiter

Schon der Anblick eines Superhelden motiviert uns dazu, anderen zu helfen.

Frauen sind zäher als gedacht

Entgegen vieler Vorurteile zeigt eine neue Studie: Frauen sind körperlich ebenso belastbar wie Männer.

Krebs: Tumor mit Zucker aushungern

Ein bestimmter Zucker könnte helfen, das Tumor-Wachstum zu bremsen.

Hypnose hilft beim Reizdarm-Syndrom

Regelmäßige Sitzungen zeigen bei Betroffenen sehr gute Erfolge.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen