Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Sind Kreative häufiger psychisch krank?

Aktuelles

Junges Paar begutachtet einen Fotoapparat

Fotografen leiden häufiger unter sogenannten bipolaren Störungen - einer psychischen Erkrankung - als Menschen mit anderen Berufen.
© goodluz - Fotolia

Mi. 17. Oktober 2012

Sind Kreative häufiger psychisch krank?

Ob Mozart, van Gogh, Darwin oder Tolstoi – viele Künstler und Wissenschaftler waren nicht nur herausragende kreative Geister, sondern auch psychisch krank. Ein Zufall? Oder leiden Kreative tatsächlich häufiger an psychischen Erkrankungen? Schwedische Forscher haben das unter die Lupe genommen.

Anzeige

Dazu hatten sie Daten von rund 1,2 Millionen Patienten und deren Verwandten analysiert. Das Ergebnis: Bipolare Störungen traten bei Tänzern, Fotografen und Schriftstellern, aber auch bei Wissenschaftlern eher auf als bei Menschen mit anderen Berufen. Abgesehen davon war für viele andere psychische Erkrankungen aber kein expliziter Zusammenhang zu kreativen Berufen erkennbar. Eine Ausnahme bilden die Schriftsteller. Sie scheinen in der Tat anfälliger für psychische Erkrankungen zu sein: Krankheiten wie Schizophrenie, Depressionen, Angst und die Abhängigkeit von Suchtmitteln waren bei der schreibenden Zunft deutlich häufiger anzutreffen. Außerdem nahmen sich mehr von ihnen das Leben.

Ein klarerer Zusammenhang besteht bei psychischen Erkrankungen und den Verwandten von Künstlern. So litten Verwandte von Kreativen häufiger an Schizophrenie, bipolaren Störungen, Magersucht und zum Teil auch Autismus. Das bestätigte vorherige Ergebnisse: Schon im vergangenen Jahr hatten die Forscher zeigen können, dass Künstler und Wissenschaftler häufiger aus Familien stammen, in denen bipolare Störungen und Schizophrenie auftreten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Milch: fettarm gegen Depressionen

Eine asiatische Studie deutet an, dass fettarme Milchprodukte Depressionen vorbeugen.

Rote-Bete plus Sport verjüngen das Gehirn

Power-Gemüse und Jungbrunnen zugleich? Rote-Bete-Saft hat es US-Forschern angetan.

Frosch-Schleim tötet Grippeviren

Substanzen von der Haut einer Froschart könnten eine neue Waffe gegen Viren werden.

Das perfekte Profilbild wählen besser andere

Die selbst ausgesuchten Bilder sind zwar geeignet, aber meist nicht perfekt.

Worauf Frauen bei der Partnerwahl achten

Glaubt man einer aktuellen Studie, sind die inneren Werte eher nebensächlich.

Alzheimer mit Greebles aufspüren

Ein einfacher Test mit 3D-Figuren könnte einen frühen Hinweis auf die Krankheit liefern.

Wer Kälte sieht, bleibt cool

Beim Anblick einer Winterlandschaft fällt es uns leichter, kontrolliert zu handeln.

Graue Haare deuten auf krankes Herz hin

Unabhängig vom Alter sind graue Haare ein Warnsignal für Herzkrankheiten.

Was Film-Schurken gemeinsam haben

Den meisten Bösewichten sieht man sofort an, auf welcher Seite sie stehen.

Warum werden wir seekrank?

Offenbar ist Schwindel und Übelkeit vor allem die gefühlte Bewegung verantwortlich.

Homosexuell durch Hormon im Mutterleib?

Eine Studie deutet an, dass Progesteron einen Einfluss auf das Sexualverhalten hat.

Deutsche Babys schreien selten

Eine neue Studie zeigt, in welchen Ländern Dreimonatskoliken am häufigsten auftreten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen