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Alter Mann und Sohn betrachten Tablet-Computer.

Wer sich in höherem Lebensalter noch für aktuelle Technik begeistern kann, zählt wohl kaum zum "alten Eisen".
© Lisa F. Young - Fotolia

Mi. 14. November 2012

Altern, ohne alt zu werden

"Man ist so alt, wie man sich fühlt", heißt es. In der Wahrnehmung der Gesellschaft ist man jedoch eher so alt, wie man sich verhält. Mit dem tatsächlichen Lebensalter hat das nur wenig zu tun und führt häufig zu Konflikten.

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In einer Studie befragte ein Wissenschaftsteam aus den USA und Frankreich Menschen, die über 80 Jahre alt waren, sowie ihre Angehörigen und Betreuer. Dabei kam heraus, dass jemand als "alt" angesehen werde, wenn er dem üblicherweise negativ besetzten Klischee eines Alten entspreche, also Dinge tat, die mit alten Menschen in Verbindung gebracht werden, beispielsweise Sohn oder Tochter mit zum Arzt in die Sprechstunde nahm. Zu Konflikten komme es immer dann, wenn sich eine Person selbst nicht als alt ansehe, Familienmitglieder oder Ärzten jedoch so mit ihr umgehen, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Consumer Research.

In ihren Interviews zeigte sich, welche Anstrengungen ältere Menschen unternehmen, um anderen zu beweisen, dass sie nicht im negativen Sinne alt sind: Manche argumentierten verbal, andere versuchten bestimmte Aktivitäten unabhängig durchzuführen, wieder andere veränderten zum Beispiel die Situation bei einem Arztbesuch, indem sie auf die Begleitung durch jüngere Familienmitglieder verzichteten. "Wenn sich 80- oder 90-Jährige anders verhalten, als es alte Menschen 'typischerweise' tun, zum Beispiel wenn sie aufmerksam, aktiv oder selbstständig sind, werden sie von ihrer Umgebung nicht wie Alte behandelt", sagte die Studienleiterin Michelle Barnhart von der der Oregon State University. Auf diese Weise gelinge es ihnen, zu altern, ohne alt zu werden.

HH/RF

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