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Blonde junge Frau auf einer Couch

Die Kombination der Persönlichkeitsmerkmale "neurotisch" und "gewissenhaft" scheint sich positiv auf die Gesundheit auszuwirken.
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Fr. 16. November 2012

Neurotisch und gewissenhaft – eine gesunde Kombination

Neurotisch zu sein, ist eigentlich keine besonders gute Eigenschaft. Neurotische Menschen sind ängstlich, nervös, launisch und empfindlich. Zudem entwickeln sie häufig Depressionen und neigen zu exzessivem Alkohol-und Zigarettenkonsum. Doch in manchen Fällen kann Neurotizismus auch gut für die Gesundheit sein.

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Hat ein neurotischer Mensch auch Eigenschaften, die unter den Begriff Gewissenhaftigkeit fallen, ist er also organisiert, verantwortungsbewusst und fleißig, kann sich dies positiv auf die Gesundheit auswirken, berichten US-amerikanische Forscher im Fachblatt Brain, Behavior, and Immunity. Bei solchen Menschen sind die Werte für Interleukin 6 besonders niedrig, fanden die Forscher heraus. Interleukin 6 ist ein wichtiges Eiweiß des Immunsystems, das auf Entzündungen und Krankheiten wie Asthma, Herzkrankheiten, Schlaganfall, Arthritis, Diabetes und bestimmte Krebsarten hinweisen kann.

Die Gewissenhaftigkeit scheine die Selbstdisziplin neurotischer Menschen zu verbessern, was sie wahrscheinlich von gesundheitsschädlichem Verhalten abhalte, so die Wissenschaftler. Sie vermuten, dass diese "gesunden Neurotiker" in Bezug auf ihre Lebensgewohnheiten überwachsam sind. Es sei ihre Gewissenhaftigkeit, die sie dazu bringe, Krankheiten vorzubeugen und den Arzt aufzusuchen, sobald sie sich nicht wohl fühlen.

Die Forscher hatten untersucht, inwieweit sich Persönlichkeitsmerkmale auf biologische Prozesse im Körper auswirken. Neben Neurotizismus gehören das Maß an Offenheit, Extrovertiertheit, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit zu den fünf Faktoren, mit denen Psychologen die Persönlichkeit eines Menschen bestimmen.

hh

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