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Vollmond über schwarzem Wald

Ob Vollmond ist oder nicht - die Häufigkeit psychischer Probleme ist davon unabhängig.
© tomreichner - Fotolia

Di. 27. November 2012

Vollmond lässt die Psyche kalt

Der volle Mond fasziniert Menschen seit jeher. Er soll für alles Mögliche verantwortlich sein, nicht zuletzt für schlechten Schlaf. Mit einem Mond-Mythos räumen Wissenschaftler jetzt jedoch auf: Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung hat der Vollmond keinen schlechten Einfluss auf die Psyche.

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Fakt ist, dass es für die Psyche keinen Unterschied zu machen scheint, ob der Mond da ist oder weg. So gebe es weder einen Zusammenhang zwischen Vollmond noch zwischen Neumond und psychologischen Problemen, berichten die kanadischen Forscher in der Zeitschrift General Hospital Psychiatry. Die Wissenschaftler hatten Patienten untersucht, die zwischen März 2005 und April 2008 die Notaufnahme von zwei Kliniken aufgesucht hatten. Im Blickpunkt waren Patienten, die über Schmerzen in der Brust klagten, bei denen aber keine körperlichen Ursachen gefunden werden konnten. Stattdessen litten viele dieser Patienten unter psychischen Problemen, wie Panik-Attacken, Ängsten und Stimmungsstörungen bis hin zu Selbstmordgedanken.

Die Wissenschaftler benutzten einen Mondkalender um einen Zusammenhang zwischen den Mondphasen und den Krankenhausbesuchen nachzuweisen und fanden – nichts. Oder genauer, so gut wie nichts. Die einzige Ausnahme zeigte sich bei Angststörungen, die im letzten Mond-Quartal zu 32 Prozent weniger häufig auftraten. Dies schreiben die Forscher jedoch eher dem Zufall zu, oder Faktoren, die in ihren Analysen nicht berücksichtigt worden waren. Der gesuchte Zusammenhang zum Vollmond blieb jedoch aus. Dies stehe der weit verbreiteten Meinung entgegen, dass der Vollmond psychische Probleme begünstige, so die Forscher. Offenbar seien immerhin 80 Prozent der Pfleger und Krankenschwestern und 64 Prozent der Ärzte davon überzeugt, dass die sich die Mondphasen auf die psychische Gesundheit der Patienten auswirken.

HH

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