Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Als Tee "verbotenes Verlangen" schürte

Aktuelles

Braungelockte Frau steht am Fenster und hält Glas mit Tee in den Händen.

Tee gilt als gesund und entspannend. Doch das war mal ganz anders. Vor allem für Frauen war er verpönt.
© Subbotina Anna - Fotolia

Mi. 05. Dezember 2012

Als Tee "verbotenes Verlangen" schürte

Häufiges Tee-Trinken wurde im Irland des frühen 19. Jahrhunderts als ebenso verantwortungslos angesehen, wie Whisky-Trinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern der Durham Universität in Großbritannien.

Anzeige

Vor allem die ärmeren Frauen Irlands sollten weder Zeit noch Geld für das Teetrinken verschwenden. Der Teekonsum halte sie davon ab, ihren Pflichten im Haushalt nachzugehen und für ihre schwer arbeitenden Ehemänner zu sorgen, so die Sorge, was wiederum der Volkswirtschaft schaden könne. Teetrinken wurde daher als ein rücksichtsloser Zeitvertreib und ein unkontrollierbares Übel angesehen, das es auszurotten galt, berichten die Forscher im Fachmagazin Literature and History. Nicht zuletzt habe es Bedenken gegeben, dass das exotische Getränk aus China Drogen-ähnliche Eigenschaften habe und im Laufe der Zeit süchtig mache, so die Forscher.

Pamphlete, die in bäuerlichen Haushalten verteilt wurden, kritisierten demnach das Teetrinken scharf als Luxus, den sich arme Frauen nicht leisten könnten. Es führe zu Abhängigkeit, verbotenem Verlangen und revolutionären Sympathien. Auch außerhalb Irlands regten sich in dieser Zeit Bedenken wegen des Teetrinkens. In England glaubten manche, es bedrohe die gesunde Ernährung der britischen Bauern. Darüber hinaus bedrohe es die soziale Ordnung und die bestehenden Hierarchien.

In den meisten Gesellschaften wurde und wird Teetrinken jedoch als harmloser Zeitvertreib angesehen. Mehr noch: Verschiedenen Komponenten von grünem oder schwarzem Tee werden heute gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Zum Glück, denn was gibt es in der kalten Jahreszeit Schöneres, als die Füße hochzulegen und eine Tasse Tee zu genießen?

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Diese Raupe frisst Plastik

Wachswürmer sind offenbar dazu in der Lage, Kunststoff zu zersetzen.

Trotz Schärfe: Chilis beruhigen den Darm

Offenbar haben die Schoten einen bisher unbekannten Effekt auf das Immunsystem.

Betablocker als Sonnenschutz?

Ein bekannter Wirkstoff wehrt UV-Strahlen sogar besser ab als übliche Sonnencreme.

Milch: fettarm gegen Depressionen

Eine asiatische Studie deutet an, dass fettarme Milchprodukte Depressionen vorbeugen.

Rote-Bete plus Sport verjüngen das Gehirn

Power-Gemüse und Jungbrunnen zugleich? Rote-Bete-Saft hat es US-Forschern angetan.

Frosch-Schleim tötet Grippeviren

Substanzen von der Haut einer Froschart könnten eine neue Waffe gegen Viren werden.

Das perfekte Profilbild wählen besser andere

Die selbst ausgesuchten Bilder sind zwar geeignet, aber meist nicht perfekt.

Worauf Frauen bei der Partnerwahl achten

Glaubt man einer aktuellen Studie, sind die inneren Werte eher nebensächlich.

Alzheimer mit Greebles aufspüren

Ein einfacher Test mit 3D-Figuren könnte einen frühen Hinweis auf die Krankheit liefern.

Wer Kälte sieht, bleibt cool

Beim Anblick einer Winterlandschaft fällt es uns leichter, kontrolliert zu handeln.

Graue Haare deuten auf krankes Herz hin

Unabhängig vom Alter sind graue Haare ein Warnsignal für Herzkrankheiten.

Was Film-Schurken gemeinsam haben

Den meisten Bösewichten sieht man sofort an, auf welcher Seite sie stehen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen