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Junge Mutter spielt ein Brettspiel mit ihrem Sohn.

Wer schummelt hier? Mutter oder Sohn?
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Di. 22. Januar 2013

Eltern dürfen lügen, Kinder nicht

"Ehrlich währt am längsten" und "Lügen haben kurze Beine": Fast alle Eltern bringen ihren Kindern bei, dass man nicht lügen soll. Bei der Wahrheitsliebe gehen jedoch die wenigsten selbst mit gutem Beispiel voran, wie Psychologen jetzt bei einem Vergleich chinesischer und US-amerikanischer Eltern herausgefunden haben.

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"Wenn du jetzt nicht endlich kommst, lasse ich dich eben hier." – So oder ähnlich lautet eine extrem häufige Lüge, die viele Eltern benutzen, wenn ein Kind unterwegs partout nicht folgen will, stellte das Forscherteam aus den USA, China und Kanada fest. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Lügen verwendet werden, um ein Kind zu einem bestimmten Verhalten zu bringen, etwa dazu, dass es seinen Teller leer isst, ins Bett geht oder beim Einkaufen mit der ständigen Fragerei nach Süßigkeiten aufhört. Wenn es darum ging, sich angemessen zu verhalten, griffen Chinesen mit 98 Prozent häufiger zu Lügen als US-Amerikaner mit 84 Prozent. In anderen Bereichen gab es jedoch kaum Unterschiede. Viele Eltern beider Nationen sahen nichts Schlechtes daran, durch Flunkereien positive Gefühle bei ihrem Kind zu erwecken. Und ja, natürlich gibt es die Zahnfee, oder?

Die Forscher warnen jedoch, dass Eltern mit Unwahrheiten vorsichtig sein sollten. Häufiges Lügen berge das Risiko, dass Kinder durch widersprüchliche Vorstellungen von Ehrlichkeit irritiert werden. Wenn kleinere Kinder entscheiden, wem sie vertrauen, habe dies zudem häufig damit zu tun, wie ehrlich oder unehrlich diese Person zu ihnen in der Vergangenheit war, so die Forscher. Greifen Eltern in ihrer Erziehung häufig zu Lügen, könne dies das Gefühl für Vertrauen untergraben. Besser sei es, die Kinder zum Beispiel durch ein Belohnungssystem dazu zu ermutigen, sich so zu verhalten, wie es die Eltern wünschen.

hh

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