Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Verkürzter Penis nach Prostatakrebs-Therapie

Aktuelles

Hand hält Zentimetermaß.

Obwohl in der Studie niemand nachgemessen hatte, beklagten sich einige Männer über einen verkürzten Penis.
© Sergii Moscaliuk - Fotolia

Mi. 09. Januar 2013

Kürzerer Penis nach Prostatakrebs-Behandlung

In einer Studie zum Vergleich von Prostatakrebs-Behandlungen bemerkten einige Teilnehmer eine unerwünschte Nebenwirkung: Ihr Penis erschien den Männern kürzer als vor der Therapie. Was war passiert?

Anzeige

Insgesamt nahmen 948 Männer an der Studie teil, von denen sich 25 über eine Penis-Verkürzung beschwerten. Unter den 25 befanden sich hauptsächlich Teilnehmer, denen die Prostata komplett entfernt worden war oder die eine Kombination aus Bestrahlung und Hormontherapie erhalten hatten. Patienten, die lediglich bestrahlt worden waren, bemerkten diese Veränderung nicht. Die Länge des Penis war in der Studie nicht vermessen oder besprochen worden. Die Männer machten die durchführenden Ärzte von sich aus darauf aufmerksam. Einige der betroffenen Patienten sagten, dass die Penis-Verkürzung ihr Intimleben beeinträchtige und sie deswegen die Wahl ihrer Krebstherapie bereuten.

Ein verkürzter Penis sei Ärzten und Chirurgen als Nebenwirkung der Prostatakrebs-Behandlung bekannt, sagt Dr. Paul Nguyen vom Dana-Farber/Brigham and Women's Cancer Center in Boston, USA. "Aber gegenüber den Patienten wird das fast nie thematisiert. Viele Männer sind daher sehr schockiert, wenn es auftritt." Seiner Erfahrung nach kämen Patienten mit fast allen Nebenwirkungen zurecht, wenn sie vorher darüber informiert würden. Er fordert seine Kollegen auf, ihre Patienten bei der Wahl der Therapie umfassend zu beraten, um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie Smartphones der Psyche helfen

Benutzerdaten von Smartphones erlauben Vorhersagen zum Verlauf psychischer Erkrankungen.

Reisekrankheit einfach abtrainieren

Das Lösen bestimmter Aufgaben soll Reiseübelkeit in Schach halten.

Kurze Massagen lindern Stress

Es reichen schon wenige Minuten, um die geistige und körperliche Entspannung zu steigern.

Dicke Beine können Vorteile haben

Fett an den Beinen könnte möglicherweise vor Bluthochdruck schützen.

Wie Arbeit Hunger unterdrücken kann

Wer konzentriert an etwas arbeitet, denkt dabei seltener an Essen oder Süßigkeiten.

Juckreiz: Besser streicheln als kratzen

Juckreiz lässt sich offenbar auch schonend lindern, wie Forscher herausgefunden haben.

Bienengift zerstört Krebszellen

Eine Substanz aus dem Gift der Honigbiene kann das Wachstum von Krebszellen unterdrücken.

Trotzen Viren bald Hitze und Chlor?

Forscher haben herausgefunden, dass sich Viren an ihre Umwelt anpassen.

Koffein-Nickerchen macht wach

Erst Kaffee, dann ein Power Nap: Die Reihenfolge ist entscheidend, zeigt eine neue Studie.

Genervt? Ausschlafen könnte helfen

Wer wenig schläft, hat am am folgenden Tag oft ein dünneres Nervenkostüm.

Panik, wenn das Handy zu Hause liegt?

Forscher haben untersucht, was hinter diesen Angstgefühlen steckt.

Mittagsschlaf: 25 Minuten maximal

Bei längerer Schlafdauer zeigte eine Studie deutliche Nachteile.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen