Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Zeitdruck befeuert Auktionsfieber

Aktuelles

Junge Frau blickt erstaunt auf Computerbildschirm.

Die letzten Sekunden einer Internetauktion sind immer besonders Nervenaufreibend. Oft überschlagen sich die Gebote im Sekundentakt.
© spinetta - Fotolia

Mo. 07. Januar 2013

Zeitdruck befeuert Auktionsfieber

Wer sich gerade den Traum eines neuen Autos oder besonders schöner Kleider erfüllt hat, weiß, dass Einkaufen weit mehr ist als der Tausch von Ware gegen Geld. Besonders trifft das auf Auktionen zu. Die Emotionen der Bieter haben entscheidenden Einfluss auf den Endpreis.

Anzeige

In der Studie, an der insgesamt über 90 Probanden teilnahmen, wurde die sogenannte Holländische Auktion nachgespielt: Von einem hohen Wert startend fällt der Preis schrittweise, bis einer der Bieter zuschlägt. Er erhält für den dann gültigen Preis die Ware und die Auktion ist beendet. Ein Maß für die emotionale Anspannung waren die gemessenen Herzraten und Hautwiderstände der Studienteilnehmer. "Unsere Daten zeigen, dass die Bieter ab einer gewissen Anspannung ihren Nervenkitzel weiter auszureizen versuchen und ihr Gebot hinauszögern", sagt Dr. Marc Adam vom Karlsruher Institut für Technologie. So kam es bei schnell fallenden Preisen dazu, dass die emotionale Anspannung der Bieter höher und der finale Kaufpreis niedriger war als bei gemächlicherem Auktionsverlauf. Zudem zeigten Herzfrequenz und Hautleitwerte der Teilnehmer, dass der Erfolg bei einer Auktion eine geringere körperliche Reaktion verursacht, als leer auszugehen. "Mit anderen Worten: Verlieren ist schlimmer, als Gewinnen schön ist", so Adam.

Die Ergebnisse lassen sich auch auf andere Arten von Auktionen anwenden. Etwa auf klassische Auktionen, in denen "Auktionsfieber" dazu führen kann, mehr als geplant auszugeben. Oder auf Internetauktionen, die nicht nur dazu dienen, einfach den Bedarf an einer Ware zu decken, sondern auch Unterhaltungs- und einen emotionalen Wert bieten. Durch den Versuchsaufbau werde es auch möglich, größere und komplexere Auktionsszenarien im Labor detailliert zu untersuchen. Adam: "Vielleicht können wir schon bald die emotionelle Seite von Börsen, Finanzmärkten und weiterer Entscheidungsfindungsprozessen mit vielen Markteilnehmern untersuchen."

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Abgase: Schlechte Luft im Kinderwagen?

Wegen der geringen Höhe sind Babys im Kinderwagen mehr Abgasen ausgesetzt.

Mit diesen Tricks fühlen Sie sich jünger

Zwei Strategien helfen dabei, sich jünger und gesünder zu fühlen.

Enge Unterwäsche schadet Samenqualität

Die Wahl der Unterwäsche könnte bei Männern Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben.

Wovor Allergien Kinder schützen könnten

Bei Kindern mit Allergien verläuft eine Blinddarmentzündung oft weniger schwer.

Herzinfarkt: Ärztin erhöht Überlebensrate

Zumindest gilt das für weibliche Patientinnen, wie eine Analyse nun zeigt.

Tierbaby: Anblick verdirbt Fleisch-Lust

Das gilt vor allem für Frauen, wie eine neue Studie zeigt.

Ehe schützt vor tödlichen Krankheiten

Der Familienstand wirkt sich auf das Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfälle aus.

Kopfbälle schaden Frauen mehr

Frauen erleiden durch Kopfbälle eher ein Hirntrauma als Männer.

Sex-Blues: Wenn sich Männer distanzieren

Viele Männer fühlen sich nach dem Sex regelmäßig unzufrieden und möchten allein sein.

Gesünder essen dank Glutamat?

Der Geschmacksverstärker könnte zu einer gesünderen Essenswahl führen.

Warum Lesen kurzsichtig macht

Schuld daran ist offenbar der Kontrast von schwarzem Text auf weißem Grund.

Handy checken sorgt für schlechte Noten

Die Ablenkung durch Smartphones macht sich am Ende eines Semesters bemerkbar.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen