Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Höherer Alkoholpegel bei Diätgetränken

Aktuelles

Blonde junge Frau hält ein Cola-Mixgetränk mit Eiswürfeln in den Händen

Vor allem junge Frauen mischen Alkohol mit zuckerfreien Diätgetränken - mit Folgen für den Alkoholpegel.
© Lev Dolgatsjov - Fotolia

Mi. 06. Februar 2013

Diätgetränke: Alkoholpegel schneller hoch

Ein Mix aus Alkohol und einem Getränk mit künstlichem Süßstoff hebt den Alkoholpegel schneller an als eine Mischung aus Alkohol und einem normalen zuckerhaltigen Getränk. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher in einer kleinen Studie, die im Fachblatt Alcoholism veröffentlicht wurde.

Anzeige

Die Wissenschaftler hatten die Atem-Alkohol-Konzentration von Studienteilnehmern nach dem Genuss verschiedener alkoholischer Mixgetränke gemessen. Es zeigte sich, dass eine Mischung aus Alkohol und Diätgetränken die Atem-Alkohol-Konzentration merkbar ansteigen lässt, und zwar deutlich stärker als zuckerhaltige Getränkemixturen. Der Grund dafür sei wahrscheinlich darin zu suchen, dass Zucker, ähnlich wie essbare Nahrungsmittel, die Entleerung des Magens verzögere, vermuten die Forscher. Damit werde bei zuckerhaltigen Alkoholdrinks die Aufnahme von Alkohol ins Blut verzögert. "Künstlich gesüßte Mixgetränke verstärken damit die Alkoholwirkung nicht wirklich", so der Wissenschaftler Dennis Thombs. Es sei vielmehr so, dass durch das Fehlen von Zucker Alkohol scheinbar ungehindert absorbiert werde.

Diese Erklärung konnte durch ein weiteres Studienergebnis untermauert werden. Obwohl die Teilnehmer nach einem Getränk aus Wodka und Diätlimonade eine höhere Atem-Alkohol-Konzentration hatten als nach einem Mix aus Wodka und zuckerhaltiger Zitronenlimonade, fühlten sie in Bezug auf ihren Trunkenheitszustand keinen Unterschied. Dies ging aus ihrer Selbsteinschätzung zum Rauschgefühl, der vermeintlichen Beeinträchtigung durch den Alkohol und zur Fähigkeit, Auto zu fahren, hervor.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Körperliche Arbeit erhöht Demenz-Risiko

Offenbar wirkt sich Bewegung nicht immer gleich auf das Risiko für Demenz aus.

Wird ein Arm trainiert, freut sich der andere

Ein ruhiggestellter Arm behält mehr Muskelmasse, wenn die Gegenseite arbeitet.

Gehirn: Ab 35 geht es bergab

Das Gehirn erreicht seine höchste Leistungsfähigkeit in den mittleren Lebensjahren.

Brillen mit Blaufilter verbessern den Schlaf

Die Sehhilfe schirmt das blaue Licht von PC-Bildschirmen und Smartphones ab.

Sport am Morgen senkt das Krebs-Risiko

Bewegung in den Morgenstunden hat offenbar einen besonders positiven Effekt.

Weniger Lärm in der Corona-Pandemie

Während der Lockdowns ist die Lärmbelastung in Städten stark gesunken.

Mehr Herzinfarkte bei Präsidentschaftswahl

Kurz nachdem Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, kam es zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Zucker zur Therapie bei Multipler Sklerose?

Ein spezieller Zucker könnte das Myelin reparieren, das bei MS beschädigt ist.

Schlaganfall-Therapie mit Blutdruckmanschette

Eine ungewöhnliche Therapie verbessert die Erholung nach einem Schlaganfall.

Macht Corona Männer unfruchtbar?

Das Coronavirus könnte auch die Hoden befallen. Alle Fakten dazu lesen Sie hier.

Stuhl-Transplantation für ewige Jugend

Versuche mit Mäusen zeigen, wie stark sich die Darmflora auf das Gehirn auswirkt.

Darum bevorzugen Erkältungsviren Kälte

Es gibt eine Erklärung dafür, warum wir im Herbst und Winter häufiger krank werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen