Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Verlustangst belastet das Immunsystem

Aktuelles

Junge Frau lehnt ihren Kopf an einen Fensterrahmen und blickt nach draußen

Partner, die sich stets den Kopf über die Beziehung zerbrechen, haben ein schwächeres Immunsystem.
© redhorst - Fotolia

Mi. 13. Februar 2013

Liebe: Verlustangst belastet das Immunsystem

Wer sich in einer Partnerschaft ständig Sorgen um die Beziehung macht, hat ein schwächeres Immunsystem und ist daher anfälliger für Krankheiten. Zu diesem Schluss kommen US-amerikanische Wissenschaftler in einer aktuellen Studie.

Die Forscher um Lisa Jaremka von der Ohio State University in Columbus hatten untersucht, wie sich Sorgen und Ängste in einer Beziehung auf die Gesundheit auswirken können. Hierzu stuften sie verheiratete Paare anhand eines Fragenbogens auf einer Verlustangst-Skala ein. Diejenigen, die auf dieser Skala ganz oben standen, hatten eine übermäßige Angst davor, abgelehnt zu werden. Sie mussten sich ständig vergewissern, dass sie geliebt werden und neigten eher dazu, zweideutige Ereignisse in der Beziehung von vornherein negativ zu interpretieren.

Anzeige

Zusätzlich zu dieser Einstufung nahmen die Forscher Speichel- und Blutproben, mit deren Hilfe sie den Wert für das Stresshormon Cortisol bestimmten sowie die Menge an speziellen Abwehrzellen. Es zeigte sich, dass Ehepartner, die ständig unter Verlustängsten litten, einen höheren Cortisol-Spiegel und eine geringere Menge an T-Zellen aufwiesen als Menschen ohne solche Ängste. Ein solcher Zusammenhang sei durchaus schlüssig, da Cortisol einen dämpfenden Effekt auf das Immunsystem haben könne, stellen die Wissenschaftler in der Zeitschrift Psychological Science fest.

Die Ursache von Verlustängsten wird von Psychologen oft mit Erfahrungen in der frühen Kindheit in Zusammenhang gebracht, einer Zeit, in der Kinder lernen, ob sie sich auf ihre Bezugspersonen verlassen können, erklären die Forscher. Doch sei es auch für ängstliche Menschen möglich, sich zu ändern. "Die meisten Studien in diesem Bereich unterstützen die Idee, dass sich unsichere Menschen in einer fürsorglichen, liebevollen, engen Beziehung von ihren Ängsten befreien können", so Jaremka.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sind Übergewicht und Diabetes ansteckend?

Forscher stellen eine ungewöhnliche These auf, für die es offenbar Beweise gibt.

Arthrose-Mittel tötet Krebszellen

Forscher haben die Wirkung von altbekannten Medikamenten getestet.

Warum manche Frauen keine Bärte mögen

Vor allem Single-Frauen, die Kinder haben wollten, ziehen rasierte Männer vor.

Schweizer-Käse-Knochen entdeckt

Der Knochen könnte mit zunehmenden Alter für Rückenbeschwerden sorgen.

Spätere Wechseljahre durch mehr Sex?

Frauen, die häufig Sex haben, kommen offenbar später in die Menopause.

Keime in der Waschmaschine

Besonders in einem Bereich der Maschine sammeln sich viele Bakterien.

Schlafapnoe: weniger Zungenfett, mehr Luft

Gezieltes Abnehmen hilft Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe.

Grüner Tee verlängert das Leben

Besonders deutlich ist der Effekt bei langjährigen Teetrinkern.

Körpertemperatur sinkt seit Jahrzehnten

Der Grund dafür liegt offenbar nicht in abweichenden Messmethoden.

Magenspiegelung mit Kamera-Kapsel?

Durch eine neue Erfindung könnte die Untersuchung künftig auch beim Hausarzt möglich sein.

Mit Ultraschall gegen Alzheimer?

Mit einer neuen Methode lässt sich die Gedächtnisleistung offenbar wieder verbessern.

Selbstloses Verhalten lindert Schmerzen

Verschiedene Experimente zeigen, dass Altruismus das Schmerzempfinden senkt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen