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Sportliche Frau trinkt aus Wasserflasche.

Beim Schwitzen werden auf der Haut körpereigene Antibiotika aktiviert.
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Mo. 25. Februar 2013

Schweiß-Antibiotikum lässt Keime platzen

Die ersten Antibiotika wurden aus Pilzen gewonnen, spätere aus Pflanzen oder Bakterien. Aber auch der Mensch produziert Wirkstoffe, die Bakterien abwehren, mit erstaunlicher Wirksamkeit und Arznei-Potenzial.

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Antibiotika-Resistenzen sind gefürchtet, weil sie dazu führen, dass krankmachende Bakterien sich nicht mehr bekämpfen lassen. Deswegen wird ständig nach neuen Wirkstoffen geforscht, auf die die Erreger sich noch nicht einstellen konnten. Eine bisher ungenutzte Quelle für wirksame Antibiotika ist die menschliche Haut. Zurzeit forscht ein internationales Wissenschaftlerteam unter deutscher Beteiligung an einem Eiweiß mit dem Namen Dermicin. Diese Substanz wird von Schweiß aktiviert und tötet gefürchtete Bakterien wie den Krankenhauskeim Staphylococcus aureus oder Tuberkulose-Erreger, indem es ihre Zellwand zerstört.

Das Forscherteam hat nun aufgeklärt, wie das Dermicin dabei arbeitet, um daraus Erkenntnisse für neuartige Antibiotika zu gewinnen. Dermicin kann an Zellwänden von Bakterien und Pilzen angreifen, schreiben sie im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences. Das Eiweiß ist ähnlich einer Röhre geformt und schießt Flüssigkeit auf die angreifende Zelle, bis die Zellwand wie ein Luftballon platzt. Offensichtlich fällt es den Bakterien schwer, sich auf diese Art Angriff einzustellen, denn bisher sind kaum Resistenzen dagegen bekannt. Seit Jahrmillionen schützen ähnliche Eiweiße die menschliche Haut. Wenn es der Wissenschaft gelingt, Arzneimittel nach diesem Vorbild zu entwickeln, könnte dies dabei helfen, schwer beherrschbare Keime zurückzudrängen.

RF

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