Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Weniger Spermien durch Fernsehen

Aktuelles

Junger Mann schaut gebannt Fernsehen

Exzessives Fernsehen schmälert die männliche Fruchtbarkeit.
© fotandy - Fotolia

Di. 05. Februar 2013

Weniger Spermien durch Fernsehen

Während sich regelmäßiger Sport positiv auf die Zahl der Spermien auswirkt, scheint häufiges Fernsehen die Produktion von Samenzellen zu drosseln. Diesen Schluss legt eine jetzt im Fachblatt British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Studie nahe.

In ihrer Arbeit konnten Wissenschaftler aus den USA, Spanien und Dänemark nachweisen, dass die Zahl der Spermien deutlich mit körperlicher Aktivität zusammenhängt. Wer viel sitzt, hat demnach eine geringere Menge an Spermien als jene, die regelmäßig Sport treiben.

Anzeige

Die Forscher hatten fast 200 Männer zwischen 18 und 22 Jahren zu ihren Gewohnheiten in Bezug auf Fernsehen, Bewegung, Ernährung, Rauchen sowie zu ihrem Stresspegel befragt und ihre Samenqualität untersucht. Es zeigte sich, dass Männer, die mehr als 20 Stunden pro Woche vor der Glotze verbrachten, gerade einmal halb so viele Spermien hatten wie jene, die fast nie Fernsehen schauten. Im Gegenzug hatten Sportbegeisterte, die wöchentlich 15 oder mehr Stunden mittelmäßig bis stark Sport trieben, eine um 73 Prozent höhere Spermienzahl als Männer, die sich weniger als fünf Stunden pro Woche sportlich betätigten. Leichter Sport hatte dagegen keine Auswirkungen auf die Samenqualität.

Dies sollte im Umkehrschluss allerdings kein Fernseh-Freibrief für all jene sein, die mit der Familienplanung bereits abgeschlossen haben. Schließlich wirkt sich regelmäßige Bewegung nicht nur positiv auf die Spermienzahl, sondern auf viele Gesundheitsbereiche aus. Und auch als Verhütungsmethode dürfte exzessives Fernsehen nicht funktionieren.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fruchtbarkeit: Was Männer tun können

Übergewicht, vor allem dicke Oberschenkel, sind bei einem Kinderwunsch nicht hilfreich.

Sind die Weltmeister zu satt?

Die Neurobiologie könnte die schwache Leistung der deutschen Mannschaft gegen Mexiko erklären.

Haben alle Fußballer O-Beine?

Die Neigung zu krummen Beinen gehört offenbar zum Berufsrisiko.

Bittergurken senken den Blutzucker

Je höher der Blutzucker ist, desto günstiger ist der Effekt des Naturprodukts.

Religion: Der Glaube verlängert das Leben

Eine Todesanzeigen-Analyse zeigt: Wer einer Religion angehört, lebt länger.

Krähenfüße lassen Gefühle echt wirken

Kleine Falten um die Augen wirken sich darauf aus, wie wir Gefühle bei anderen Menschen einstufen.

Honig bei verschluckter Knopfzelle

Das süße Hausmittel könnte helfen, Komplikationen zu verhindern.

Handy-Regeln sorgen nicht für gute Noten

Klare Regeln für den Medienkonsum könnten sogar kontraproduktiv sein.

Kleidung: Kittel macht Ärzte kompetent

Für Patienten spielt es offenbar eine große Rolle, was Ärzte tragen.

Darmgeräusche geben Hinweis auf Reizdarm

Die Krankheit könnte sich offenbar ganz einfach diagnostizieren lassen.

Wovor wir uns am meisten ekeln

Forscher haben 6 Dinge identifiziert, die bei uns besonders großen Ekel hervorrufen.

Wie Bananen bei der Wundheilung helfen

In vielen Entwicklungsländern werden Bananenschalen als Pflaster genutzt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen