Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Intimrasur begünstigt Virus-Infektion

Aktuelles

Frau am Strand im Bikini

Zum Bikini gehört auch eine haarlose Bikinizone - so das weit verbreitete Schönheitsideal. Das birgt allerdings unangenehme Nebeneffekte.
© detailblick - Fotolia

Di. 19. März 2013

Intimrasur begünstigt Virus-Infektion

Eine haarlose Bikinizone wird nicht nur bei Frauen, sondern in letzter Zeit auch bei Männern immer beliebter. Doch egal ob durch Rasur, warmes Wachs beim Brazilian Waxing oder andere Methoden, die Entfernung der Schamhaare kann unangenehme Nebeneffekte mit sich bringen. Dies berichten französische Wissenschaftler im Fachblatt Sexually Transmitted Infections.

Anzeige

Kleinste Verletzungen, wie sie beim Rasieren oder Kratzen entstehen, könnten demzufolge bestimmten Viren Tür und Tor öffnen. Diese Viren verursachen sogenannte Dellwarzen, eine harmlose, aber extrem ansteckende Erkrankung, die in der Fachsprache Mulluscum contagiosum genannt wird. Die Viren zählen zu den Pockenviren und treten meist bei Kindern und Menschen mit angegriffenem Immunsystem auf. Allerdings können sie auch beim Sex übertragen werden, was in den vergangenen Jahrzehnten immer häufiger vorgekommen sei, berichten die Forscher. Sie waren nun der Frage nachgegangen, ob die Zunahme der sexuellen Übertragung mit der steigenden Beliebtheit der Schamhaarentfernung zu tun haben könnte.

Sie hatten hierfür die Krankheitsbilder von Patienten einer privaten Hautklinik bei Nizza genauer unter die Lupe genommen. Ihr Ergebnis: Zwischen Januar 2011 und März 2012 waren 30 Patienten mit dem Virus infiziert. Bei ihnen zeigten sich die typischen Hautknötchen, zum Teil sogar bis zum Bauch hinauf. In zehn Fällen traten zudem andere damit verbundene Hauterkrankungen auf, wie etwa eingewachsene Haare, Warzen, bakterielle Infektionen, Zysten oder Narben. Fast alle betroffenen Patienten hatten ihre Schambehaarung getrimmt oder entfernt, meist durch eine Rasur, 13 Prozent durch Schneiden und zehn Prozent mit Hilfe von Wachs. Da sich die Krankheit leicht durch Selbstinfektion verbreite, wie etwa durch Kratzer, könnte das Entfernen der Haare die Verbreitung fördern, vermuten die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Lavendel lässt Brüste wachsen

Forscher beobachteten dies bei Kindern die intensiven Kontakt zu Duftprodukten hatten.

Zappeln hilft, Kalorien zu verbrennen

Sitzen, Liegen, Stehen, Laufen: durchaus sinnvoll, selbst wenn es die Eltern manchmal nervt.

Späte Pubertät, mehr Knochenbrüche?

Jugendliche, die spät in die Pubertät kommen, holen offenbar nicht in allen Bereichen auf.

Optimisten schlafen besser

Wer mit einer positiven Einstellung durch das Leben geht, schläft besser und lebt gesünder.

Wie der Wohnort das Gewicht beeinflusst

Wer in der Nähe eines Fast-Food-Restaurants wohnt oder arbeitet, ist häufiger übergewichtig.

Rente kann auch ein Gesundheitsrisiko sein

Bei beruflich erfolgreichen Senioren geht der Ruhestand oft mit Gesundheitsproblemen einher.

Schokolade: Zartbitter hebt die Stimmung

Forscher haben den Einfluss verschiedener Schokoladensorten auf die Psyche untersucht.

Intelligente Kleidung neutralisiert Schweiß

Beim Kontakt mit Schweiß setzt die Baumwollkleidung einen Zitronenduft frei.

Nervenkitzel gegen das Altern

Durch eine Stimulation am Ohr lässt sich die Lebensqualität von Senioren verbessern.

Essen macht dicke Menschen glücklicher

Eine neue Studie zeigt, warum manche Personen mehr essen als andere.

Kinder älterer Eltern sind seltener aggressiv

Verhaltensauffälligkeiten treten bei Kindern von reiferen Eltern seltener auf.

Phantomschmerzen mit Spiegeln heilen

Forscher haben untersucht, wie eine Spiegeltherapie bei Phantomschmerzen wirkt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen