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Frau mit einem umschlugenen Handtuch benutzt einen Deoroller

Manche Menschen produzieren dank einer seltenen Erbgutvariante keinen Achselgeruch. Sie könnten daher getrost auf Deos verzichten. Die meisten davon tun es aber trotzdem nicht.
© fairith - Fotolia

Fr. 08. März 2013

Was Ohrenschmalz mit Achselgeruch zu tun hat

Wissenschaftler aus Großbritannien stellen die interessante Frage: Braucht der Mensch eigentlich Deos? Die Antwort darauf könnte das Ohrenschmalz geben.

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Um es vorweg zu nehmen: Die meisten tun gut daran, Deo zu benutzen, wenn sie den Tag wohlriechend überstehen möchten. Allerdings besitzt eine geringe Zahl an Menschen offenbar eine seltene Erbgutvariante, die bewirkt, dass diese Personen keinen Achselgeruch produzieren. Diese Menschen könnten daher getrost auf Deos verzichten. Die meisten davon tun es aber trotzdem nicht. Zu diesem Ergebnis kamen jüngst Wissenschaftler der Universität von Bristol, die fast 6.500 Frauen untersucht hatten. Etwa zwei Prozent von ihnen, genauer 117 Frauen, waren mit der Genvariante für müffelfreie Achseln ausgestattet. Von diesen wiederum verzichteten jedoch nur etwa fünf Prozent auf Deodorants.

Das Potenzial ihrer Forschungsergebnisse liegt den Wissenschaftlern zufolge auf der Hand: Ein einfacher Gentest könnte Menschen künftig Klarheit darüber verschaffen, ob sie ein Deo benutzen müssen oder ohne auskommen. Aber auch am Ohrenschmalz könnte man schon einiges ablesen, betonen die Forscher. Menschen mit der seltenen Genvariante produzierten nämlich eher trockenes als klebriges Ohrenschmalz. Eine Überprüfung des Ohrenschmalzes könnte daher ebenfalls einen Hinweis geben, ob jemand Deos braucht oder nicht. Alternativ kann man natürlich einen Selbsttest starten: einfach mal das Deo weglassen. Die eigene oder fremde Nasen dürften das Resultat mit Leichtigkeit erschnüffeln.

HH

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