Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Krankheiten am Atem erkennen

Aktuelles

Junge dunkelhaarige Frau reißt die Augen auf und hält sich die Hand vor den Mund

Der Atem verrät einiges: Nicht nur, ob man am Vorabend Knoblauch gegessen hat, sondern auch so manche Krankheit könnte am "Fingerabdruck des Atems" enttarnt werden.
© Kitty - Fotolia

Fr. 05. April 2013

"Fingerabdruck des Atems" verrät Krankheiten

Der menschliche Atem weist, einem Fingerabdruck ähnlich, charakteristische Merkmale auf. Diese Erkenntnis wollen Schweizer Forscher nutzen, um Krankheiten in Zukunft anhand der ausgeatmeten Luft von Patienten auf die Spur zu kommen.

Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben in einer Studie den Atem von elf Versuchspersonen unter die Lupe genommen. Dabei haben sie herausgefunden, dass sich der Atem bezüglich der darin enthaltenen flüchtigen Bestandteile von Person zu Person unterscheidet: Jeder Mensch hat einen charakteristischen "Fingerabdruck des Atems". Die Forscher wollen nun versuchen, auch bei verschiedenen Krankheiten charakteristische Muster zu erkennen.

Anzeige

Das Prinzip der Atemanalyse für die medizinische Diagnostik ist unter anderem bereits aus der traditionellen chinesischen Medizin bekannt. Dort werden aus dem Geruch des Atems eines Patienten Schlüsse zu dessen Gesundheitszustand gezogen. In der Schulmedizin wurde sie bisher aber nur selten angewandt. "Ein Grund dafür ist, dass mit den meisten bisherigen Methoden nur wenige Substanzen untersucht werden konnten und dass diese Methoden langsamer waren", erklärt Pablo Martinez-Lozano Sinues von der ETH.

Ein bedeutender Vorteil der Atem- gegenüber Blut- oder Urin-Untersuchungen ist, dass der Atem-Fingerabdruck schon Sekunden später vorliegt, nachdem in ein Atem-Analysegerät gepustet wurde. Die Analysen von Urin und Blut dauern in der Regel selbst in spezialisierten Labors deutlich länger. Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zur Entnahme einer Blutprobe ist kein Piks nötig.

ETH/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Frühgeborene haben seltener Beziehungen

Der Zeitpunkt der Geburt hat offenbar Einfluss auf das Liebesleben im Erwachsenenalter.

Autounfall für Frauen riskanter

Trotz Sicherheitsgurt haben Frauen ein größeres Risiko für schwere Verletzungen.

Warum Sex mit dem Alter abnimmt

Gesundheitliche Probleme sind nicht der einzige Grund, wie eine Umfrage zeigt.

Auch Haustiere können Blut spenden

Die meisten Tierbesitzer wissen nicht, dass auch Hunde und Katzen Blut spenden können.

Studenten nehmen im ersten Jahr an der Uni zu

Mehr Fast Food und Alkohol: Im ersten Studienjahr steigt der BMI oft an.

Warum Mücken auf Menschen fliegen

Forscher haben untersucht, warum viele Mücken fast ausschließlich Menschen stechen.

Antibiotika schwächen die Virenabwehr

Grippeviren haben ein leichtes Spiel, wenn Patienten zuvor Antibiotika eingenommen haben.

Ein Bakterium senkt das Herz-Risiko

Ein Darmbakterium hemmt den Anstieg mehrerer Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Nahtoderfahrungen häufiger als gedacht

Einer von zehn Personen berichtet von Erfahrungen an der Grenze zwischen Leben und Tod.

Hand-Prothesen aus dem 3D-Drucker?

Forscher haben eine Alternative zu üblichen Prothesen entwickelt.

Füße: Sensibel trotz dicker Hornhaut?

Die schützende Hornhaut hat keinen Einfluss auf die Empfindlichkeit unserer Füße.

Botschaften vom Arzt besser verstehen

Wer sich vor dem Arztbesuch entspannt, kann dem Gespräch besser folgen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen