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Modell vom Nanoschwamm

Der Nanoschwamm besteht im Kern aus künstlichem Material, das die Gifte bindet. Dieser Kern ist von einer natürlichen Zellwand roter Blutkörperchen umhüllt.
© Zhang Research Lab

Mo. 15. April 2013

"Nanoschwamm" saugt Gift im Blut auf

Wissenschaftler aus San Diego, USA, haben eine Art Nanoschwamm entwickelt, der verschiedenste Giftstoffe aus dem menschlichen Blut entfernen soll. Er könnte dabei helfen, Bakteriengifte beispielsweise von antibiotikaresistenten Keimen (MRSA) sowie Schlangen- oder Bienengift zu bekämpfen.

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In Versuchen mit Mäusen, die eine tödliche Dosis von MRSA-Giftstoffen erhalten hatten, überlebten 89 Prozent der Tiere, die mit dem Nanoschwamm vorbehandelt waren, schreiben die Forscher im Fachblatt Nature Nanotechnology. "Dies ist eine ganz neue Möglichkeit, Bakteriengifte aus der Blutbahn zu entfernen", sagte der Studienautor Liangfang Zhang. Bisher sei es sehr aufwändig gewesen, gegen viele Gifte jeweils spezifische Gegenmittel zu entwickeln. Der Nanoschwamm habe den Vorteil, dass er gegen viele ganz unterschiedliche Giftstoffe eingesetzt werden könne. Um das zu erreichen, hat die Forschergruppe aus San Diego einen Kern aus künstlichem "Schwammmaterial" mit einer Hülle von natürlichen roten Blutkörperchen überzogen. Diese dient einerseits dazu, dass die Teilchen wie normale Blutzellen im Blutstrom verteilt werden. Andererseits üben sie eine hohe Anziehungskraft auf Giftstoffe aus, die gerne zuerst rote Blutkörperchen angreifen.

Das Gefährliche an vielen Bakterieninfektionen ist nicht unbedingt das Bakterium selbst, das sich im Körper vermehrt. Es sind die Giftstoffe, die von den Bakterien ausgeschieden werden und Körperzellen schädigen können. Der Nanoschwamm ist in der Lage, eine ganze Klasse von Giftstoffen unschädlich zu machen, die Löcher in die Wände von Körperzellen schneiden. Dazu gehören z.B. die Giftstoffe des gefürchteten Krankhauskeims MRSA oder bestimmter Koli-Bakterien. Klinische Studien mit Patienten sind in Vorbereitung.

RF

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