Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Wie gesund bin ich für mein Alter?

Aktuelles

Vergnügtes Senioren-Paar im Freien

Ob man alt ist, ist eine Frage des Gefühls, und eine Frage des Zustands des Erbguts.
© Fotowerk - Fotolia

Do. 23. Mai 2013

Forscher entwickeln "genetisches Thermometer"

Wie gesund bin ich für mein Alter? Das wollen Forscher künftig mit einer neuen Technik messen können. Mit einer Art "genetischem Thermometer" soll es möglich sein, den Zustand des Erbguts zu ermitteln und mit dem von Gleichaltrigen zu vergleichen. Das gebe Aufschluss darüber, wie gesund der eigene Körper ist.

Anzeige

Die von Forschern um den US-Amerikaner Gil Atzmon entwickelte Technik setzt dabei auf die Untersuchung von Chromosomen, Träger der vererbbaren Information im Erbgut. Genauer gesagt messen sie die Länge der Schutzkappen an den Enden der Chromosomen. Diese sogenannten Telomere stellen sicher, dass die Chromosomen im Verlauf der Zellteilung nicht abgebaut werden. Deren Länge gebe Aufschluss über den gesundheitlichen Zustand des genetischen Materials und das Messen der Länge sei daher vergleichbar mit einem Thermometer, so die Forscher. "Wer lange Telomere hat, ist gut in Form, wer kürzere hat, ist für sein Alter weniger fit und weniger gesund", erklärt Atzmon.

Eigentlich verkürzen Chromosomen sich von der ersten Zellteilung an. In Geweben, die sich ständig erneuern, zum Beispiel im Magen oder in der Haut, sowie bei jungen Menschen stellt ein Enzym, die Telomerase, die Schutzkappen aber wieder her, und verhindert so, dass sich die Chromosomen verkürzen. Die Aktivität dieses Enzyms nimmt mit dem Alter allerdings ab, so dass die Chromosomen dann doch kürzer werden. Altersbedingte Beschwerden sowie einige Krebsarten können die Folge sein. Umgekehrt kann sich aber auch der allgemeine Gesundheitszustand darauf auswirken, wie schnell die Telomere abgebaut werden. Die Länge der Telomere gebe somit Aufschluss darüber, wie fit man im Vergleich zu anderen Menschen im gleichen Alter sei, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Pendeln: Umsteigen begünstigt Infekte

Wer oft mit Bus und Bahn unterwegs ist, steckt sich schneller mit Viren an.

Auch Blinzeln trägt zum Gespräch bei

Dabei geht es nicht ums Augenklimpern, sondern um subtilere Signale.

Nachbarschaft steuert unser Essverhalten

Wie gesund wir uns ernähren, hängt offenbar von der Gegend ab, in der wir leben.

Dieser Stuhl beugt Rückenschmerzen vor

Ein spezieller Stuhl motiviert seinen Besitzer dazu, regelmäßig die Sitzposition zu ändern.

Nach Feierabend nicht zurückziehen

Für die Erholung ist es offenbar besser, sich aufzuraffen und noch etwas zu unternehmen.

Rauchen: Wer dreht, hört seltener auf

Raucher, die ihre Zigaretten selbst drehen, sind weniger motiviert, damit aufzuhören.

Lange Ehe: Weniger Streit, mehr Humor

Paare, die schon lange verheiratet sind, überwinden Konflikte eher mit Humor.

Partnerschaft beeinflusst die Fitness

Frisch verliebt oder gerade getrennt: Beides wirkt sich auf die körperliche Aktivität aus.

Lego-Kopf verschluckt, was nun?

Forscher haben das in einem Selbstversuch getestet.

Keime: Können Brillen krank machen?

Brillen sind oft mit potenziell krankmachenden Bakterien besiedelt.

Superhelden machen uns hilfsbereiter

Schon der Anblick eines Superhelden motiviert uns dazu, anderen zu helfen.

Frauen sind zäher als gedacht

Entgegen vieler Vorurteile zeigt eine neue Studie: Frauen sind körperlich ebenso belastbar wie Männer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen