Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Forschung sucht Mückenjäger

Aktuelles

Mücke in Großaufnahme

Forscher möchten die Mückenarten Deutschlands kartieren.
© Eric Isselée - Fotolia

Fr. 10. Mai 2013

Forschung sucht Mückenjäger

Ssssssss – wenn Mücken nachts hartnäckig das Ohr umschwirren, können sich Mordgelüste einstellen. Doch statt mit Handtuch, Zeitung oder Fliegenklatsche auf die Plagegeister Jagd zu machen, können Mückengeplagte dieses Jahr im Dienst der Wissenschaft auf Insektenfang gehen.

Anzeige

Schon im Jahr 2012 hatten Forscher des Leibniz-Zentrums für Agrarlandforschung (ZALF) und des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), damit begonnen, einen bundesweiten Online-Atlas für Stechmücken zu erstellen. Hierzu hatten über 6.000 Menschen aus ganz Deutschland Stechmücken eingesendet. Auch in diesem Jahr können sich Interessierte an dem Projekt beteiligen und Mücken einschicken – selbstverständlich nicht zermatscht, da sonst das Bestimmen schwerfällt. Mückenjäger sollten daher die Insekten unbeschädigt einfangen, tieffrieren und anschließend an das ZALF schicken.

Lange seien die hierzulande lebenden Stechmücken von der Wissenschaft vernachlässigt worden, so die Forscher. Dabei leben immerhin 50 der 3.500 weltweit vorkommenden Stechmücken-Arten in Deutschland. Durch den Online-Atlas wollen die Wissenschaftler nun Licht ins Dunkel bringen. Dass es wichtig sein kann, Kenntnisse über die Verbreitung der Stechmücken-Arten zu haben, zeigte sich im vergangenen Jahr. So fanden die Forscher heraus, dass im Raum Köln und Koblenz schon größere Populationen der Asiatischen Buschmücke (Aedes japonicus) anzutreffen waren. Diese Mückenart kann unter anderem das West-Nil-Virus übertragen. Ein wärmeres Klima und die Globalisierung könnten zudem den Zuzug weiterer Mückenarten begünstigen, darunter weitere Arten, die Krankheitserreger übertragen können.

Wer mehr über den Mückenatlas erfahren möchte, kann sich im Internet unter www.mueckenatlas.de informieren. Dort finden Interessierte alles über das Projekt, Tipps zum Fangen, die Einsende-Adresse und ein entsprechendes Formular zum Herunterladen.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Dieser Stuhl beugt Rückenschmerzen vor

Ein spezieller Stuhl motiviert seinen Besitzer dazu, regelmäßig die Sitzposition zu ändern.

Nach Feierabend nicht zurückziehen

Für die Erholung ist es offenbar besser, sich aufzuraffen und noch etwas zu unternehmen.

Rauchen: Wer dreht, hört seltener auf

Raucher, die ihre Zigaretten selbst drehen, sind weniger motiviert, damit aufzuhören.

Lange Ehe: Weniger Streit, mehr Humor

Paare, die schon lange verheiratet sind, überwinden Konflikte eher mit Humor.

Partnerschaft beeinflusst die Fitness

Frisch verliebt oder gerade getrennt: Beides wirkt sich auf die körperliche Aktivität aus.

Lego-Kopf verschluckt, was nun?

Forscher haben das in einem Selbstversuch getestet.

Keime: Können Brillen krank machen?

Brillen sind oft mit potenziell krankmachenden Bakterien besiedelt.

Superhelden machen uns hilfsbereiter

Schon der Anblick eines Superhelden motiviert uns dazu, anderen zu helfen.

Frauen sind zäher als gedacht

Entgegen vieler Vorurteile zeigt eine neue Studie: Frauen sind körperlich ebenso belastbar wie Männer.

Krebs: Tumor mit Zucker aushungern

Ein bestimmter Zucker könnte helfen, das Tumor-Wachstum zu bremsen.

Hypnose hilft beim Reizdarm-Syndrom

Regelmäßige Sitzungen zeigen bei Betroffenen sehr gute Erfolge.

Hungrige Zecken sind besonders aktiv

Bis zu ein Jahr können die Blutsauger ohne eine Mahlzeit überleben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen