Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Implantat aus 3D-Drucker rettet Baby

Aktuelles

3D-Bronchus

Bild C zeigt ein Modell der Bronchialäste des Jungen und der im Drucker hergestellten Schiene. Bild D verdeutlicht, wie die Schiene um den schwachen linken Bronchialast gelegt wurde.
© University of Michigan, Ann Arbor/NEJM

Di. 28. Mai 2013

Implantat aus 3D-Drucker rettet Baby

Ob Autoersatzteile, Schallplatten oder Waffen: Alles scheint man mittlerweile mit sogenannten 3D-Druckern herstellen zu können. Jetzt wurde auch ein medizinischer Erfolg vermeldet. In den USA retteten Ärzte mit einer im Drucker hergestellten Bronchialstütze einem Baby das Leben.

Anzeige

Mit einer von einem 3D-Drucker maßgeschneiderten Schiene für die Luftröhre eines Säuglings gelang es Ärzten in Ann Arbour, USA, dem Säugling normales Atmen zu ermöglichen. Der Junge kam mit einer Fehlbildung der Atemwege zur Welt, Mediziner nennen sie Tracheobronchomalazie. Dabei entwickeln sich die Knorpel, aus denen die Luftröhre besteht, nur langsam, sodass die Atemwege leicht zusammenfallen und die Atmung stark beeinträchtigt ist. Damit die Atemwege des Jungen offen bleiben und sich normal entwickeln können, entwarfen seine Ärzte eine darauf abgestimmte Schiene, die vom Prinzip her einem Staubsaugerschlauch ähnelt, und ließen sie durch den Drucker fertigen.

Drei Wochen nachdem ihm die Schiene eingesetzt worden war, konnte der Junge das Krankenhaus ohne weitere Atemhilfe verlassen. Noch ein Jahr nach der Operation funktionierte das Implantat einwandfrei und ohne Komplikationen. Das Material soll innerhalb weniger Jahre vom Körper selbst abgebaut werden, schreiben die behandelnden Ärzte im Fachblatt New England Journal of Medicine.

Bei 3D-Druckern handelt es sich um Geräte, die in der Lage sind, aus Vorgaben vom Computer dreidimensionale Objekte aus Plastik oder Keramik herzustellen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sind die Weltmeister zu satt?

Die Neurobiologie könnte die schwache Leistung der deutschen Mannschaft gegen Mexiko erklären.

Haben alle Fußballer O-Beine?

Die Neigung zu krummen Beinen gehört offenbar zum Berufsrisiko.

Bittergurken senken den Blutzucker

Je höher der Blutzucker ist, desto günstiger ist der Effekt des Naturprodukts.

Religion: Der Glaube verlängert das Leben

Eine Todesanzeigen-Analyse zeigt: Wer einer Religion angehört, lebt länger.

Krähenfüße lassen Gefühle echt wirken

Kleine Falten um die Augen wirken sich darauf aus, wie wir Gefühle bei anderen Menschen einstufen.

Honig bei verschluckter Knopfzelle

Das süße Hausmittel könnte helfen, Komplikationen zu verhindern.

Handy-Regeln sorgen nicht für gute Noten

Klare Regeln für den Medienkonsum könnten sogar kontraproduktiv sein.

Kleidung: Kittel macht Ärzte kompetent

Für Patienten spielt es offenbar eine große Rolle, was Ärzte tragen.

Darmgeräusche geben Hinweis auf Reizdarm

Die Krankheit könnte sich offenbar ganz einfach diagnostizieren lassen.

Wovor wir uns am meisten ekeln

Forscher haben 6 Dinge identifiziert, die bei uns besonders großen Ekel hervorrufen.

Wie Bananen bei der Wundheilung helfen

In vielen Entwicklungsländern werden Bananenschalen als Pflaster genutzt.

Kinder: Schlafmangel erhöht Blutfette

Ein Schlafdefizit in jungen Jahren macht sich auch im späteren Leben bemerkbar.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen