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Zwei Rettungssanitäter fahren einen Patienten auf einer Trage in die Notaufnahme

Wer wegen einer Herzschwäche in die Klinik muss, hat bessere Karten, wenn er an einem Montagvormittag eingeliefert wird. Freitags spätabends sind die Überlebenschancen dagegen geringer.
© KKH-Allianz

Sa. 25. Mai 2013

Januar, Freitag, nachts: schlechte Vorzeichen fürs Herz

Die Gefahr, an einer Herzinsuffizienz zu sterben, ist nicht immer gleich. Wann sie am höchsten ist? Im Januar, an einem Freitag und spätabends bis nachts, so die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie, die auf dem Heart Failure Congress 2013 in Lissabon, Portugal, vorgestellt wurde.

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Die Wissenschaftler hatten Angaben zu fast einer Millionen Krankenhauseinweisungen wegen Herzschwäche aus den Jahren von 1994 bis 2007 des US-Bundesstaates New York analysiert. Besonders häufig wurden Patienten im Februar wegen einer Herzschwäche im Krankenhaus aufgenommen. Die längsten Klinikaufenthalte hatten jedoch Patienten, die im Januar ins Krankenhaus kamen. In diesem Monat war auch die Wahrscheinlichkeit am größten, an einer Herzinsuffizienz, wie die Herzschwäche auch genannt wird, zu sterben. In Bezug auf die Uhrzeit war es am günstigsten, vormittags zwischen 6 und 12 Uhr in die Klinik zu kommen, am schlechtesten nachts zwischen 18 und 24 Uhr, wobei die Spanne hier gering war. Ein besonders guter Tag für die Fahrt zum Krankenhaus war Montag, besonders schlecht sah es für den Freitag aus. Hier waren Krankenhausdauer und Sterblichkeit am höchsten.

Eine exakte Erklärung für ihre Ergebnisse konnten die Wissenschaftler noch nicht liefern. Es zeigte sich aber, dass Herzkranke in der Zeit der Winterferien – also im Dezember und Januar – nicht mehr Alkohol und Drogen zu sich nahmen als sonst. Anders als zuvor vermutet, könne dies die höhere Anfälligkeit für eine Herzschwäche und die Gefahr, daran zu sterben, daher nicht erklären, so die Forscher. Das kalte Wetter, das sich auf viele Krankheiten, speziell auch Herzkrankheiten, auswirke könnte jedoch durchaus einen Einfluss auf die jahreszeitlichen Schwankungen haben, vermuten die Wissenschaftler. Auch der verzeichnete Anstieg von Lungenentzündungen könnte zur höheren Herzinsuffizienz-Sterblichkeit im Winter beigetragen haben. Daneben spiele unter Umständen die personelle Situation in Krankenhäusern, direkt vor dem Wochenende und mitten in der Nacht, eine nicht unwesentliche Rolle, vermuten die Forscher. Was jedoch niemanden davon abhalten sollte, bei entsprechenden Beschwerden frühzeitig ein Krankenhaus aufzusuchen.

hh

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