Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Jugendliche: faul, aber materialistisch?

Aktuelles

Zwei Teenagerjungs sitzen lässig auf einer Couch und telefonieren mit ihren Handys

Große Wünsche, aber wenig Arbeitswille: Forscher sagen, an dem gängigen Vorurteil gegenüber Jugendlichen sei etwas dran.
© laurent hamels - Fotolia

Do. 02. Mai 2013

Jugendliche: Materialistisch, aber faul?

Ist die heutige Jugend wirklich materialistischer und fauler als frühere Generationen? Oder neigen Erwachsene dazu, vermeintliche Schwächen der nächsten Generation zu übertreiben? Dieser Frage gingen US-amerikanische Psychologen nach.

Anzeige

"Den Kopf voller Wünsche, aber keinen Biss, um dafür zu arbeiten." Das unterstellen ältere Generationen seit jeher ihren Nachkommen. Doch es scheint etwas dran zu sein: Die Kluft zwischen großen Wünschen und der Motivation, etwas dafür zu tun, wachse, stellten die Forscher fest. Sie hatten materielle Wünsche und Arbeitsmoral von US-amerikanischen Schülern, die in ihrem letzten Schuljahr an der Highschool waren, aus drei Generationen miteinander verglichen. "Im Vergleich zu früheren Generationen wünschen sich mehr der heutigen Schulabgänger viel Geld und hübsche Dinge, wohingegen sie weniger bereit sind, hart zu arbeiten, um sich das Gewünscht zu verdienen", sagt die Psychologin Jean Twenge von der San Diego State University.

Zwei Drittel der heutigen Oberstufenschüler denken, dass es wichtig ist, viel Geld zu haben. Zudem halten es fast 70 Prozent für extrem wichtig, ein eigenes Haus zu besitzen. Im Vergleich dazu sah unter den Schülern, die in den 1970er Jahren ihren Schulabschluss machten, nur knapp die Hälfte Geld als wichtig an, und nur 55 Prozent legten Wert auf ein Eigenheim. Nur ein Viertel gab an, nicht hart arbeiten zu wollen, im Gegensatz zur heutigen Generation, bei der dies für rund 40 Prozent zutraf.

Die Forscher fanden zudem einen Zusammenhang zwischen Materialismus und den Ausgaben für Werbung. Dies lasse vermuten, dass Werbung eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Materialismus spiele, erklärt Twenge. Es könnte auch die bestehende Kluft zur Arbeitsmoral erklären, so die Psychologin, da in der Werbung zwar schöne Dinge gezeigt werden, nicht aber die Arbeit, die nötig sei, um solche Dinge erwerben zu können. Die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichten die Forscher in der Zeitschrift Personality and Social Bulletin.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Frauen: Beim Kopfball nicht blinzeln!

Beim Fußball erleiden Frauen häufiger eine Gehirnerschütterung.

Sex: Die Reue nach dem One-Night-Stand

Nicht jeder ist im Nachhinein zufrieden, dem schnellen Abenteuer zugestimmt zu haben.

Lernen: Lesen ist Silber, Reden Gold

US-Psychologen haben herausgefunden, wie man Gelerntes besser im Kopf behält.

Entengrütze: Kleine Pflanze mit Nährwert

In der asiatischen Küche wird die Pflanze seit Jahrtausenden eingesetzt.

Länger leben dank Chili-Schärfe

Eine große US-Studie zeigt positive Gesundheitseffekte von Chili-Schoten.

Junge oder Mädchen? Blutdruck gibt Hinweis

Nicht nur ein Ultraschall gibt Aufschluss über das Geschlecht eines Babys.

Musizieren verbessert die Reaktion

Diese neue Erkenntnis könnte vor allem für ältere Menschen eine wichtige Rolle spielen.

Wetter ist nicht schuld an Schmerzen

Eine neue Studie widerlegt einen weit verbreiteten Mythos.

Vitamin-B12-Mangel wegputzen?

Eine spezielle Zahnpasta wirkt Nährstoffmangel bei Veganern entgegen.

Mineralwasser: Glas beeinflusst Geschmack

Ähnlich wie bei Wein bestimmt das Glas auch bei Wasser über das Aroma.

Krafttraining beugt Demenz vor

Von Muskelaufbau profitiert auch das Gehirn, wie eine neue Studie zeigt.

Pinguin-Gang bei Glatteis

Mit diesen Tipps kommen Sie auch bei Glatteis sicher zum Ziel.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen