Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Viel Üben macht noch lange keinen Meister

Aktuelles

Enkel spielt mit Opa Schach.

Übung ist nötig, aber nur ein Teil des Erfolgsrezepts, wenn man beim Schach oder anderen Disziplinen erfolgreich sein möchte.
© Markus Bormann - Fotolia

Mi. 22. Mai 2013

Viel Üben macht noch lange keinen Meister

"Übung macht den Meister", lautet ein viel zitierter Spruch, der einen daran erinnern soll, dass man den Schlüssel zum Erfolg in den eigenen Händen hält. Dass dies so nicht stimmen kann, hat sicher schon jeder vermutet, der trotz aller Anstrengung mit seinem Können nie einen Blumentopf gewinnen konnte.

Anzeige

Forscher um den US-amerikanischen Psychologen Zach Hambrick von der Michigan State University konnten dies jetzt bestätigen. Mit häufigem Üben alleine sei nicht zu erklären, warum die Fertigkeiten, die manche Menschen beim Schach spielen oder Musizieren erreichen, so weit auseinanderklaffen, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Intelligence. Mit anderen Worten brauche es mehr als harte Arbeit, um im Schach oder in der Musik zu einer Koryphäe zu werden. "Zwar ist regelmäßiges Üben in der Tat wichtig, um mit seinen Fertigkeiten ein Elite-Niveau zu erreichen. Doch zeigt unsere Studie, dass dies allein nicht reicht", so Hambrick.

Die Forscher hatten 14 Studien mit Schachspielern und Musikern analysiert. Sie fanden heraus, dass das Üben nur ein Drittel der unterschiedlichen Fertigkeiten, die sich beim Spielen zeigten, erklären konnte. Und der Rest? Basierend auf bestehenden Forschungsarbeiten, könnten Faktoren wie Intelligenz, angeborene Fähigkeiten oder das Alter, in dem jemand eine bestimmte Aktivität beginnt, die Unterschiede erklären, so Hambrick. Eine vorhergehende Studie des Psychologen deutet zudem darauf hin, dass die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses, die eng mit der allgemeinen Intelligenz zusammenhänge, in manchen Fällen das Zünglein an der Waage sei, das zwischen gut und genial entscheide.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Smartphone am Abend stört den Schlaf

Forscher haben ermittelt, wie schnell ein Verzicht den Schlaf von Jugendlichen aus.

Sonnenschutz selber machen? Lieber nicht

Viele Rezepte aus dem Internet bieten keinen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlen.

Sich gesund zu fühlen, reicht nicht

Das eigene Empfinden über die Herzgesundheit stimmt nicht immer mit der Realität überein.

Spezialbrille hilft bei Schwindel-Diagnose

Anhand der Augenbewegungen lässt sich die Ursache für Schwindel herausfinden.

Sex ist auch im hohen Alter ein Thema

Ein Drittel der Senioren ist sogar sexuell aktiver als junge Erwachsene.

Arzttermine besser am Vormittag?

Nachmittags stellen Ärzte offenbar weniger Überweisungen für Vorsorgeuntersuchungen aus.

Robo-Haustiere in Pflegeheimen

Forscher haben untersucht, wie Senioren in Pflegeheimen auf Roboter-Haustiere reagieren.

Bringt Stöhnen beim Tennis Vorteile?

Forscher haben untersucht, ob Stöhngeräusche beim Tennisspielen den Gegner auf unfaire Weise irritieren.

So wird Gesundes für Kinder attraktiver

US-amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, wie gesundes Essen für Kinder attraktiver wird.

Karies: Kein Bohren und Füllen?

Zahnärzte haben untersucht, ob sich Karies auch stoppen oder sogar umkehren lassen könnte.

Schützt die Pille vor Kreuzbandrissen?

Eine Studie mit jungen Sportlerinnen deutet auf einen schützenden Effekt hin.

Diät-Getränke sparen keine Kalorien

Kinder, die künstlich gesüßte Getränke trinken, nehmen trotzdem zu viele Kalorien auf.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen