Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Ehe: Internet-Paare sind beständiger

Aktuelles

Junger Mann, dunkelhaarig mit Bart, schaut lächelnd in den Laptop auf seinen Knien

Bei etwa einem Drittel der Ehen haben sich die Paare im Internet kennengelernt.
© Minerva Studio - Fotolia

Di. 04. Juni 2013

Ehe: Internet-Paare sind beständiger

Die Ehe von Paaren, die sich über das Internet kennengelernt haben, ist offenbar glücklicher und beständiger als die von Paaren, die sich im realen Leben über den Weg gelaufen sind. Dies berichten Wissenschaftler um den US-Psychologen John Cacioppo von der University of Chicago.

Anzeige

Der Erstkontakt über das Internet sei mittlerweile ein gängiger Weg, um einen Partner zu finden, schreiben die Forscher in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). So hatten in ihrer Studie, die Cacioppo für eine US-amerikanische Online-Partneragentur durchgeführt hatte, die Beziehungen von mehr als einem Drittel der Teilnehmer online begonnen. An der Umfrage hatten etwas mehr als 19.000 Personen teilgenommen, deren Ehen zwischen 2005 und 2012 geschlossen worden waren. Die Ergebnisse zeigten, dass Ehen, die sich im Internet angebahnt hatten, weniger häufig geschieden wurden als Ehen, bei denen der Funke im realen Leben übergesprungen war. In Zahlen gesprochen endeten 7,6 Prozent der "Offline-Ehen", während Ehen nach einem Online-Start nur in sechs Prozent der Fälle zerbrachen.

Auch in Sachen Ehe-Zufriedenheit schien es eine, wenn auch nur sehr kleine, Rolle zu spielen, ob das erste Treffen online oder in der realen Welt stattfand. Auf einer Zufriedenheitsskala, für die die Teilnehmer zu Eheglück, Grad der Zuneigung, Kommunikation und Liebe füreinander befragt worden waren, rangierten "Online-Ehen" bei einem Durchschnittswert von 5,64, "Offline-Ehen" bei 5,48. Wie gut eine Ehe funktioniere, hänge von vielen verschiedenen Faktoren ab, so Cacioppo. Es sei daher verständlich, dass der Ort des Treffens nur einen sehr kleinen Teil zum Eheglück beitrage und dies auch nicht für jeden gelte.

Zu den am schlechtesten funktionierenden Ehen, gehörten im Übrigen jene, bei denen sich die Partner in einer Bar, bei einem Blind-Date oder in virtuellen Welten, in denen die Spieler eine Avatar-Persönlichkeit annehmen, kennenlernten, so die Ergebnisse der Forscher.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Frauen länger leben als Männer

Verantwortlich dafür sind offenbar die zwei X-Chromosomen.

Lauern Zecken im Weihnachtsbaum?

Bei milden Temperaturen sind die Blutsauger auch im Winter aktiv.

Pendeln: Umsteigen begünstigt Infekte

Wer oft mit Bus und Bahn unterwegs ist, steckt sich schneller mit Viren an.

Auch Blinzeln trägt zum Gespräch bei

Dabei geht es nicht ums Augenklimpern, sondern um subtilere Signale.

Nachbarschaft steuert unser Essverhalten

Wie gesund wir uns ernähren, hängt offenbar von der Gegend ab, in der wir leben.

Dieser Stuhl beugt Rückenschmerzen vor

Ein spezieller Stuhl motiviert seinen Besitzer dazu, regelmäßig die Sitzposition zu ändern.

Nach Feierabend nicht zurückziehen

Für die Erholung ist es offenbar besser, sich aufzuraffen und noch etwas zu unternehmen.

Rauchen: Wer dreht, hört seltener auf

Raucher, die ihre Zigaretten selbst drehen, sind weniger motiviert, damit aufzuhören.

Lange Ehe: Weniger Streit, mehr Humor

Paare, die schon lange verheiratet sind, überwinden Konflikte eher mit Humor.

Partnerschaft beeinflusst die Fitness

Frisch verliebt oder gerade getrennt: Beides wirkt sich auf die körperliche Aktivität aus.

Lego-Kopf verschluckt, was nun?

Forscher haben das in einem Selbstversuch getestet.

Keime: Können Brillen krank machen?

Brillen sind oft mit potenziell krankmachenden Bakterien besiedelt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen