Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Fotos von zu Hause verwirren die Sprache

Aktuelles

Chinesischer Drache

Sehen in den USA lebende Chinesen Bilder aus der Heimat wie das eines Drachentanzes, sprechen sie plötzlich schlechter Englisch.
© Rafael Ben-Ari - Fotolia

Mi. 19. Juni 2013

Sprache: Bilder aus der Heimat wecken den Drachen

Eine Drachen-Schlange, die Chinesische Mauer oder ein chinesisches Gesicht: Wenn chinesische Einwanderer in die USA Bilder aus der Heimat sehen, verschlägt es ihnen die Sprache. Wortwörtlich, denn sie sprechen plötzlich deutlich schlechter Englisch.

Anzeige

Der Anblick eines chinesischen Gesichts lässt bei in den USA lebenden Chinesen Wohlbefinden und Heimatgefühle aufkommen. Allerdings auf Kosten ihrer Englischkenntnisse, wie ein Forscherteam aus Singapur und den USA herausgefunden hat. So sprachen Testpersonen, die sich mit einem chinesisches Gesicht unterhielten, deutlich langsamer und weniger flüssig Englisch. Der Anblick eines nordeuropäisch aussehenden Gesichts hatte diesen Effekt nicht. Gleiches galt, wenn sie Bilder betrachteten, die deutlich auf die chinesische Kultur Bezug nahmen, zum Beispiel Fotos der Großen Mauer, dem Wahrzeichen Chinas. Allein ihr Anblick verlagerte chinesische Testpersonen offenbar gedanklich in ihre Heimat und schmälerte ihre normalerweise vorhandenen Ausdrucksmöglichkeiten im Englischen.

Darüber hinaus führte diese "kulturellen Verwirrung" dazu, dass sie Dinge öfter mit der wörtlichen Übersetzung aus dem Chinesischen benannten. So benutzten sie für Pistazien nicht das englische Wort "pistachios", sondern bezeichneten sie wörtlich übersetzt als happy nuts (glückliche Nüsse). Es zeige sich, dass hier die chinesischen Sprachstrukturen die Verarbeitung der englischen Sprache beeinflussen, erklären die Forscher in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Science.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fußball-WM: Mit Musik zum Sieg

Die richtige Musik vor einem Spiel könnte einer Mannschaft zum Sieg verhelfen.

Fruchtbarkeit: Was Männer tun können

Übergewicht, vor allem dicke Oberschenkel, sind bei einem Kinderwunsch nicht hilfreich.

Sind die Weltmeister zu satt?

Die Neurobiologie könnte die schwache Leistung der deutschen Mannschaft gegen Mexiko erklären.

Haben alle Fußballer O-Beine?

Die Neigung zu krummen Beinen gehört offenbar zum Berufsrisiko.

Bittergurken senken den Blutzucker

Je höher der Blutzucker ist, desto günstiger ist der Effekt des Naturprodukts.

Religion: Der Glaube verlängert das Leben

Eine Todesanzeigen-Analyse zeigt: Wer einer Religion angehört, lebt länger.

Krähenfüße lassen Gefühle echt wirken

Kleine Falten um die Augen wirken sich darauf aus, wie wir Gefühle bei anderen Menschen einstufen.

Honig bei verschluckter Knopfzelle

Das süße Hausmittel könnte helfen, Komplikationen zu verhindern.

Handy-Regeln sorgen nicht für gute Noten

Klare Regeln für den Medienkonsum könnten sogar kontraproduktiv sein.

Kleidung: Kittel macht Ärzte kompetent

Für Patienten spielt es offenbar eine große Rolle, was Ärzte tragen.

Darmgeräusche geben Hinweis auf Reizdarm

Die Krankheit könnte sich offenbar ganz einfach diagnostizieren lassen.

Wovor wir uns am meisten ekeln

Forscher haben 6 Dinge identifiziert, die bei uns besonders großen Ekel hervorrufen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen