Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses 300 km laufen besser als 150 km

Aktuelles

Ultra-Marathon-Läuferin auf Berggipfel, im Hintergrund das Meer, reißt freudig die Arme hoch

Die ultimative Herausforderung: ein Berglauf über mehrfache Marathondistanz.
© Guillaume Besnard - Fotolia

Do. 27. Juni 2013

Extremsport: Längere Strecke schont die Muskeln

Wem ein einfacher Marathon zu wenig Herausforderung bietet, der kann sich an einem Ultramarathon versuchen – einem Lauf, der die Marathon-Distanz von rund 42 Kilometern bei weitem überschreitet. Den Körper stresst das weniger als erwartet: Schweizer Forscher fanden heraus, je länger man läuft, desto besser geht es hinterher den Muskeln.

Anzeige

Maßstab war der Tor des Géants, einer der härtesten Berg-Ultramarathons, der über Länge von 330 Kilometern und 24.000 Metern Höhenunterschied durch die Alpen führt und für den der schnellste Läufer im vergangenen Jahr knapp unter 76 Stunden brauchte. Bei Teilnehmern, die diesen Lauf bewältigten, war die Muskelfunktion weniger stark beeinträchtigt als bei Läufern, die einen etwa halb so langen Alpenlauf absolvierten. Trotz der fast doppelt so langen Distanz kam es zu geringeren Muskelschäden und weniger entzündlichen Reaktionen, berichtet Jonas Saugy von der Universität von Lausanne gemeinsam mit Kollegen in der Online-Fachzeitschrift PLOS ONE.

Sie vermuten, dass die Läufer der längeren Strecke gerade in der ersten Hälfte des Laufs, schützende Laufstrategien anwenden, um ihre Kräfte einzuteilen. Kombiniert mit Effekten, die durch den Schlafentzug in der zweiten Hälfte entstehen, könnte dies eine schützende Wirkung auf die Muskulatur haben, schreiben die Wissenschaftler. Sie hatten für ihre Studie den Effekt von Schlafentzug sowie das Vorhandensein bestimmter Blutmarker, die auf Entzündungen und Schädigungen der Muskulatur hindeuten, bei diesen zwei extremen Langstrecken-Distanzen untersucht.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie sich Erinnerungen manipulieren lassen

Eine neue Studie zeigt, dass man seinem Gedächtnis nicht immer trauen kann.

4 Fehler bei der Geschenke-Suche

Wissenschaftler haben analysiert, welche Präsente besonders gut ankommen.

Schmalere Becken durch Kaiserschnitt?

Durch die moderne Medizin verändert sich der Körper der Frau.

Mehr Sport - mehr Sperma

Eine gewisse Art von Training wirkt sich besonders positiv aus.

Passivrauch macht Haustiere krank

Auch bei Hund, Katze & Co. steigt das Risiko für Krebs und andere Krankheiten.

Schützt Sonnenlicht vor Kurzsichtigkeit?

UV-B-Strahlung hat offenbar eine positive Wirkung auf die Sehkraft.

Schnabeltier-Gift zur Diabetes-Therapie?

Im Gift der Tiere ist ein Hormon enthalten, Diabetikern helfen könnte.

Frauen und Männer sehen unterschiedlich

Gesichter nehmen Frauen anders wahr als Männer, wie eine neue Studie zeigt.

Zahl der Viren ist viel größer als gedacht

Das geht aus einer Studie mit Spinnen, Käfern und anderen Insekten hervor.

Wer kreativ ist, fühlt sich besser

Malen, Stricken, Verse dichten, Musizieren - all das steigert das Wohlbefinden.

Bei Nies-Attacken die Mitmenschen schützen

US-Forscher stellten drei verschiedene Methoden auf dem Prüfstand.

Macho-Männer sind eher depressiv

Einige männliche Eigenschaften schaden der Psyche offenbar besonders.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen