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Zwei Schüler und eine Schülerin im jugen Teenageralter schauen im Klassenraum in ein Buch

Klingt unglaublich, aber Schüler mit hohem Blutdruck scheinen bessere Noten zu haben.
© mauritius images

Fr. 28. Juni 2013

Hoher Blutdruck nützt Kindern

Kein April-Scherz: Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Blutdruck erzielen bessere Schulleistungen und haben weniger emotionale Probleme als Schüler mit normalem Blutdruck. Das zeigt eine Studie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) die in der Fachzeitschrift Psychosomatic Medicine veröffentlicht wurde.

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Kinder mit Bluthochdruck neigen eher zu Übergewicht, verbringen mehr Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer und fühlen sich körperlich weniger fit. Diese Ergebnisse der Göttinger Studie waren wenig überraschend. Doch die Forscher fanden heraus: Diese Jugendlichen verfügen über ein höheres Selbstwertgefühl und schneiden besser in der Schule ab als Kinder mit normalem Blutdruck. Auch Anzeichen von Hyperaktivität zeigten sich in dieser Gruppe seltener.

Wie sich die positive Wirkung des erhöhten Blutdrucks bei Kindern und Jugendlichen genau erklären lässt, können die Wissenschaftler noch nicht abschließend beurteilen. Bekannt ist: Ein erhöhter Blutdruck stimuliert bestimmte Nervenfasern zum Gehirn, die negative Gefühle beruhigen können. Dieser Effekt könnte zumindest einen Teil der Ergebnisse erklären. Hinzu kommt: "Die meisten Jugendlichen wissen nicht von ihrem erhöhten Blutdruck. Sie machen sich darum keine Sorgen", sagt Angela Berendes, Erstautorin der Studie. "Vielleicht profitieren sie gerade deshalb von den positiven Nebeneffekten eines erhöhten Blutdrucks." In Anschlussstudien wollen die UMG-Forscher die weiteren Zusammenhänge zwischen Bluthochdruck und einer verbesserten Lebensqualität erforschen.

Für die publizierte Studie werteten die Forscher Daten von 7.688 Jungen und Mädchen im Alter von elf bis siebzehn Jahren aus, die im Rahmen des deutschlandweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS) aus den Jahren 2003 bis 2006 erhoben wurden.

UMG/RF

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