Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Lungenentzündung am Klang erkennen

Aktuelles

Hustender Junge mit Schal um den Hals und Decke über dem Kopf

Rasselnd, bellend oder trocken – Husten kann extrem unterschiedlich klingen.
© W. Heiber Fotostudio - Fotolia

Mi. 03. Juli 2013

Husten-Klang verrät Lungenentzündung

Rasselnd, bellend oder trocken – Husten kann extrem unterschiedlich klingen. Das wiederum haben sich australische Wissenschaftler jetzt zunutze gemacht. Sie fanden heraus, dass sich eine Lungenentzündung bei Kindern allein am charakteristischen Klang des Hustens erkennen lässt.

Anzeige

Mit einem Mikrofon neben dem Bett und im einfachsten Fall fünf- bis zehnmaligem Husten lasse sich eine Lungenentzündung mit großer Genauigkeit identifizieren, berichtet Professor Udantha Abeyratne von der University of Queensland im Fachmagazin Annals of Biomedical Engineering. Der Husten sei ein Hauptsymptom der Lungenentzündung und gebe wichtige Informationen über die unteren Atemwege, wie etwa über eine Verdichtung der Lunge und speziell die Ansammlung von Sekreten, so der Forscher. Durch eine Pneumonie, wie die Lungenentzündung im Fachjargon auch genannt wird, verändern sich die akustischen Eigenschaften des Hustens auf charakteristische Weise.

Gemeinsam mit Kollegen hatte er 815 Hustenereignisse von rund 90 Kindern mit und ohne Lungenentzündung eines indonesischen Krankenhauses aufgenommen und analysiert. Allein anhand des Klangs ließ sich in 90 Prozent der Fälle zuordnen, ob der Husten von einer Lungenentzündung verursacht wurde oder nicht, berichten die Forscher. Die falsch-positive Rate sei zudem sehr niedrig gewesen. Pneumonie ist die häufigste Todesursache jüngerer Kinder weltweit, wobei vor allem Kinder armer Länder betroffen sind. Da es in diesen Regionen häufig an Möglichkeiten für Laboruntersuchungen und ausgebildetem Gesundheitspersonal fehle, sei es oft schwierig, die Lungenkrankheit rechtzeitig zu diagnostizieren und angemessen zu behandeln, so die Wissenschaftler. Die neue Technik stelle eine hervorragende und dabei einfache Alternative zu bisher angewandten Diagnosemethoden dar.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Selfies und Texten belasten die Gelenke

Mit diesen Tipps lassen sich "Selfie-Ellenbogen" und "Handy-Daumen" vermeiden.

Verschmutzte Luft durch Putzmittel?

Tägliche Haushaltsaktivitäten wirken sich ziemlich negativ auf die Raumluft aus.

Was Liegestütze über Ihr Herz verraten

Ein einfacher Liegestütz-Test liefert gute Hinweise auf die Herzgesundheit.

Wie Smartphones Beziehungen ändern

Forscher plädieren dafür, das Smartphone häufiger in der Tasche zu lassen.

Männer-Gehirn profitiert von Sport

Gewisse Hirnfunktionen verbessern sich offenbar durch körperliches Training.

Ein Malkurs fördert die Beziehung

Wie sich die Bindung bei Paaren verbessern lässt - egal ob jung oder alt.

Mehr Sport, bessere Schulnoten?

Sportlich aktive Jugendliche bringen oft bessere Noten mit nach Hause.

Darmbakterien: 2.000 neue Arten entdeckt

Die Darmflora ist offenbar vielfältiger, als bislang angenommen.

Mücken-Diätmittel schützt vor Erregern

Das Mittel gaukelt den Mücken vor, bereits satt zu sein.

Alkohol: Ist die Reihenfolge wichtig?

Bier auf Wein, das lass sein? Forscher sind dieser Volksweisheit auf den Grund gegangen.

Viel Fernsehen - eher Darmkrebs?

Vor allem junge Menschen müssen einer aktuellen Studie zufolge aufpassen.

Lachen hilft bei Hirn-Operation

Mediziner haben eine Patientin bei einer Hirn-OP zum Lachen gebracht - mit erstaunlichem Erfolg.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen