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Junger Mann läuft eine Straße entlang und hört Musik mit einem MP3-Player

Wer ein Jazz-Stück auf den Ohren hat, macht kürzere Schritte und läuft damit langsamer.
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Do. 11. Juli 2013

Jazz verlangsamt den Gang, Pop beschleunigt ihn

Es geht ganz unbewusst: Man hört ein Lied und läuft im Rhythmus der Melodie. Doch wer glaubt, ein schnelles Lied führe automatisch zu schnellem Gang, der irrt. Denn selbst wenn zwei Musikstücke das gleiche Tempo haben, ist der Gang des Zuhörers nicht unbedingt gleich schnell. Entscheidend ist vielmehr, welche Art Musik man auf den Ohren hat.

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Zu diesem Ergebnis kommen belgische Forscher der Universität Gent, die den Einfluss 52 verschiedener Arten von Musik – alle mit gleichem Rhythmus und gleichem Takt – auf den Gang von Studienteilnehmern untersucht hatten. Dabei zeigte sich, dass die Schrittlänge abhängig von der Art der Musik länger oder kürzer war. Die verschiedenen Schrittlängen führten wiederum zu unterschiedlichen Geh-Geschwindigkeiten, berichten die Forscher online im Fachjournal PLOS ONE.

Am schnellsten waren die Testpersonen unterwegs, wenn sie die Musik als böse, aggressiv, laut oder schnell wahrnahmen. Musik mit solchen Attributen ließ das Schritttempo am häufigsten ansteigen. Während Pop und Techno meist mit einer größeren Schrittlänge einhergingen, verkürzten Jazz- und Reggae-Klänge die Schritte. Die mit der Musik verbundene Gefühle, eine Vertrautheit mit der Melodie oder der persönliche Geschmack hatten dagegen nur einen geringen Einfluss auf die Schrittlänge, berichten die Wissenschaftler.

HH

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