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Junge Frau sitzt auf einer Couch und telefoniert

Ist der Partner weit weg, kann es guttun, wenigstens die Stimme des anderen zu hören.
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Do. 18. Juli 2013

Keine Angst vor Fernbeziehungen

Eigentlich ist die gängige Meinung, dass geographische Nähe auch der Nähe in einer Liebesbeziehung guttut, während weitere Distanzen Paare eher auseinander bringen. Ganz nach dem Motto: "Aus den Augen, aus dem Sinn!" Dem widerspricht jetzt eine chinesisch-US-amerikanische Studie.

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Den Studienautoren zufolge scheinen die Bande mancher Fernbeziehung sehr viel fester zu sein als in einer Beziehung vor Ort, bei der man dem Partner täglich gegenübersteht. Dies liege daran, dass die Kommunikation konstanter und tiefer gehend sei als bei einer normalen Beziehung, vermuten Crystal Jiang von der City University of Hong Kong und Jeffrey Hancock von der Cornell University in den USA. In der Studie des Forscher-Duos hatte sich gezeigt, dass Paare in einer Fernbeziehung intimere Gefühle hatten als Paare mit geringem räumlichem Abstand. Die größere Vertrautheit gehe vor allem auf zwei Tendenzen zurück, so die Forscher. Bei der Kommunikation über weite Strecken öffneten sich die Partner zum einen mehr, zum anderen neigten sie eher dazu, das Verhalten ihres Partners zu idealisieren, berichten sie in der Zeitschrift Journal of Communication.

Die Forscher hatten für ihre Studie die tägliche Kommunikation von Liebespaaren, die ihre Beziehung über unterschiedliche weite Distanzen führten, genauer unter die Lupe genommen. Je nach Möglichkeit standen sich die Partner direkt gegenüber oder kommunizierten via Telefon, Video- oder Textchats, E-Mails oder SMS-Nachrichten. Es zeigte sich, dass die oben genannten Tendenzen stärker ausgeprägt waren, wenn sich die Paare mittels Textnachrichten und über mobile Medien verständigten. Dies hänge wahrscheinlich damit zusammen, dass sie sich mehr Mühe geben mussten, die Einschränkungen dieser Art der Kommunikation zu überwinden, glauben die Forscher.

HH

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