Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Ultraschall macht gute Laune

Aktuelles

Studienleiter Jay Sanguinetti mit Ultraschallgerät am Kopf einer Testperson.

Live aus dem Labor: Studienleiter Jay Sanguinetti (links) nimmt eine Ultraschall-Anwendung an einem Testteilnehmer vor.
© Jay Sanguinetti

Fr. 26. Juli 2013

Ultraschall macht gute Laune

Wird das Gehirn Ultraschallwellen ausgesetzt, kann sich die Stimmung ändern. US-Forscher haben die Anwendung untersucht und zeigen mögliche Einsatzgebiete auf.

Anzeige

Zunächst wurde eine Studie an Patienten mit chronischen Schmerzen durchgeführt. Nach der Ultraschall-Behandlung am Kopf berichteten diese von einer verbesserten Stimmung, die bis zu 40 Minuten anhielt. Die zweite Studie mit gesunden Teilnehmern diente dazu, die Bedingungen für eine erfolgreiche Behandlung des Gehirns einzugrenzen: Eine Frequenz von 2 Megahertz und eine Anwendungsdauer von 30 Sekunden lieferten die besten Ergebnisse. "Die Teilnehmer, die mit 2 Megahertz-Ultraschall stimuliert wurden, berichteten, dass sie sich unbeschwerter oder glücklicher fühlten, etwas aufmerksamer und konzentrierter waren und sich ihr Wohlbefinden insgesamt besserte", fasst Jay Sanguinetti, einer der Studienautoren aus Tucson, zusammen.

Die Forscher nehmen an, dass durch den Ultraschall Gehirnbereiche aktiviert werden, die die Stimmung beeinflussen. Als zukünftige Einsatzgebiete sehen sie psychische Krankheiten wie Depressionen und Angststörungen. Ultraschallwellen werden häufig als bildgebendes Verfahren bei Operationen oder in der Diagnostik verwendet, da sie Gewebe und Knochen durchdringen können. Die Wellen sind bei geringen Intensitäten und korrekter Anwendung harmlos und für Menschen nicht hörbar.

JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sich gesund zu fühlen, reicht nicht

Das eigene Empfinden über die Herzgesundheit stimmt nicht immer mit der Realität überein.

Spezialbrille hilft bei Schwindel-Diagnose

Anhand der Augenbewegungen lässt sich die Ursache für Schwindel herausfinden.

Sex ist auch im hohen Alter ein Thema

Ein Drittel der Senioren ist sogar sexuell aktiver als junge Erwachsene.

Arzttermine besser am Vormittag?

Nachmittags stellen Ärzte offenbar weniger Überweisungen für Vorsorgeuntersuchungen aus.

Robo-Haustiere in Pflegeheimen

Forscher haben untersucht, wie Senioren in Pflegeheimen auf Roboter-Haustiere reagieren.

Bringt Stöhnen beim Tennis Vorteile?

Forscher haben untersucht, ob Stöhngeräusche beim Tennisspielen den Gegner auf unfaire Weise irritieren.

So wird Gesundes für Kinder attraktiver

US-amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, wie gesundes Essen für Kinder attraktiver wird.

Karies: Kein Bohren und Füllen?

Zahnärzte haben untersucht, ob sich Karies auch stoppen oder sogar umkehren lassen könnte.

Schützt die Pille vor Kreuzbandrissen?

Eine Studie mit jungen Sportlerinnen deutet auf einen schützenden Effekt hin.

Diät-Getränke sparen keine Kalorien

Kinder, die künstlich gesüßte Getränke trinken, nehmen trotzdem zu viele Kalorien auf.

Schadenfreude im Job ist ansteckend

Dazu kommt es vor allem, wenn Neid und Konkurrenzdenken im Spiel ist.

Warum uns im Auto manchmal übel wird

Das Gehirn reagiert beim Autofahren manchmal ähnlich wie bei einer Vergiftung.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen