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Kreuzotter-Weibchen

Die meisten Giftschlangen gibt es zwar in Australien, die Kreuzotter findet man jedoch auch in Teilen Deutschlands.
© Julius Kramer - Fotolia

Mi. 31. Juli 2013

Nasenspray gegen Schlangenbisse

Ein Nasenspray könnte bei der Therapie von Schlangenbissen künftig die Spritze mit Gegengift ersetzen. Forscher aus den USA und aus Indien haben es erfolgreich getestet.

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Wo es viele Giftschlangen gibt, ist das nächste Krankenhaus oft weit entfernt. Umso wichtiger ist es, eine einfache Therapiemöglichkeit vor Ort zu haben, und sei es nur, um die Fahrt zum Krankenhaus zu überstehen. Kalifornische Forscher haben ein Nasenspray entwickelt, das die lebensgefährlichen Lähmungen durch den Biss innerhalb von 30 Minuten aufhebt. Sie testeten zunächst einen gesunden Menschen, bei dem künstlich schlangenbissähnliche Lähmungen hervorgerufen wurden, und anschließend einen Patienten in Indien, bei dem das Gegengift nicht alle Lähmungen hatte beseitigen können. Bei beiden war das Spray schnell und gut wirksam.

Dabei wurde der gleiche Wirkstoff verwendet, der bisher gespritzt wird, wenn das Gegengift nicht erhältlich oder nicht wirksam ist, ein sogenannter Cholinesterase-Hemmer. Die komplizierte intravenöse Gabe kann so vermieden werden. Die Forscher um Matt Lewin beschäftigen sich jetzt mit der weiteren Entwicklung des Nasensprays. Schlangenbisse sind eine der Hauptursachen für Unfalltod in Entwicklungslängern, insbesondere bei ansonsten gesunden jungen Menschen, berichtet Lewin. Schätzungen gehen von weltweit etwa 125.000 Todesfällen pro Jahr durch Schlangenbisse aus. Die hervorgerufenen Lähmungen sind besonders gefährlich, weil sie auch die Atemmuskulatur betreffen.

JM

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