Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Wasser und Seife machen Kinder größer

Aktuelles

Rückenansicht von fünf unterschiedlich großen, südamerikanischen Kindern

In Regionen mit geringerem Hygiene-Standard als hierzulande kann unsauberes Wasser zu verringertem Wachstum bei Kindern führen.
© chris74 - Fotolia

Do. 01. August 2013

Sauberes Wasser und Seife machen Kinder größer

Sauberes Wasser und Händewaschen fördern nicht nur die Gesundheit von Kindern, sondern sorgen auch dafür, dass sie normal wachsen. Das konnten britische Forscher in einer Übersichtsarbeit zeigen.

Anzeige

Demnach waren unter 5-Jährige im Schnitt 0,5 Zentimeter größer, wenn in ihrem Land Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität durchgeführt wurden. Sauberes Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und ausreichende Körperhygiene könnten das Auftreten von verringertem Wachstum prinzipiell um bis zu 15 Prozent senken, schätzt Hauptautor Dr. Alan Dangour von der London School of Hygiene & Tropical Medicine.

Für ihre Arbeit hatten die Wissenschaftler 14 Studien mit etwa 9.500 Kindern ausgewertet, die in Ländern wie Bangladesch, Chile, Nigeria und anderen Ländern mit ähnlichem Lebensstandard leben. Den Forschern zufolge ist der positive Effekt von sauberem Wasser und Seife durch eine geringere Anzahl an Infektionen in der frühen Kindheit bedingt. Diese können sich negativ auf das Wachstum der Kinder auswirken. Man nimmt außerdem an, dass unsauberes Wasser und eine schlechte Hygiene die Fähigkeit des Körpers, Nährstoffe aufzunehmen, beeinträchtigen und damit die Kindesentwicklung und das Wachstum verlangsamen können.

Weltweit sind rund 165 Millionen Kinder von verringertem Wachstum betroffen. Das Problem: Da es mit einer erhöhten Sterberate und verminderter Leistungsfähigkeit im Erwachsenenalter einhergeht, wirkt verringertes Wachstum sich langfristig auf die körperliche und geistige Gesundheit aus.

JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie Smartphones der Psyche helfen

Benutzerdaten von Smartphones erlauben Vorhersagen zum Verlauf psychischer Erkrankungen.

Reisekrankheit einfach abtrainieren

Das Lösen bestimmter Aufgaben soll Reiseübelkeit in Schach halten.

Kurze Massagen lindern Stress

Es reichen schon wenige Minuten, um die geistige und körperliche Entspannung zu steigern.

Dicke Beine können Vorteile haben

Fett an den Beinen könnte möglicherweise vor Bluthochdruck schützen.

Wie Arbeit Hunger unterdrücken kann

Wer konzentriert an etwas arbeitet, denkt dabei seltener an Essen oder Süßigkeiten.

Juckreiz: Besser streicheln als kratzen

Juckreiz lässt sich offenbar auch schonend lindern, wie Forscher herausgefunden haben.

Bienengift zerstört Krebszellen

Eine Substanz aus dem Gift der Honigbiene kann das Wachstum von Krebszellen unterdrücken.

Trotzen Viren bald Hitze und Chlor?

Forscher haben herausgefunden, dass sich Viren an ihre Umwelt anpassen.

Koffein-Nickerchen macht wach

Erst Kaffee, dann ein Power Nap: Die Reihenfolge ist entscheidend, zeigt eine neue Studie.

Genervt? Ausschlafen könnte helfen

Wer wenig schläft, hat am am folgenden Tag oft ein dünneres Nervenkostüm.

Panik, wenn das Handy zu Hause liegt?

Forscher haben untersucht, was hinter diesen Angstgefühlen steckt.

Mittagsschlaf: 25 Minuten maximal

Bei längerer Schlafdauer zeigte eine Studie deutliche Nachteile.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen