Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Was Eulenküken und Babys gemein haben

Aktuelles

Graue Eule sitzt auf einer Wiese.

Rein optisch gesehen, haben Eulen nicht viel mit Menschen gemein.
© Renate W. - Fotolia

Di. 06. August 2013

Was Eulen und Menschen gemein haben

Im Gegensatz zum Menschen sind Eulen nachtaktiv und verschlafen den Tag. Wenn sie ihre Äuglein aber erst einmal schließen, haben Eulenküken offenbar ein ähnliches Schlafmuster wie menschliche Babys. Das haben Forscher aus Deutschland und der Schweiz jetzt herausgefunden.

Anzeige

Die Forscher konnten bei kleinen Schleiereulen zeigen, dass sie ähnlich viel Zeit im sogenannten REM-Schlaf verbringen wie Babys und auch bei ihnen der Anteil des REM-Schlafs am Gesamtschlaf mit dem Alter abnimmt. Die deutschen Vogelkundler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie hatten in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität von Lausanne in der Schweiz hierfür den Schlaf von 66 Eulen unterschiedlichen Alters aufgezeichnet und analysiert. Es sei ein wesentliches Merkmal des REM-Schlafs, dass er bei vielen Säugetieren im frühen Lebensabschnitt deutlich überwiegt, schreiben sie im Fachblatt "Frontiers in Zoology".

Wozu der REM-Schlaf genau diene, sei trotz intensiver Forschung jedoch bislang noch unklar, so die Forscher. Sein großer Anteil in jungen Jahren lege jedoch die Vermutung nahe, dass er für die normale Entwicklung des Gehirns sowohl bei Menschen als auch bei Eulen eine Rolle spielen könnte. In einem nächsten Schritt wollen sich die Forscher daher unter anderem der Frage widmen, ob die Änderung des Schlafes während der Gehirnentwicklung die Organisation des erwachsenen Gehirns beeinflusst. Neugeborene verbringen die Hälfte der Schlafenszeit im REM-Schlaf. Dies ändere sich mit zunehmendem Alter, so die Forscher. Bei Erwachsenen beträgt der Anteil noch 20 bis 25 Prozent.

Der REM-Schlaf ist eine Schlafphase, in der das Gehirn ähnlich aktiv ist wie im wachen Zustand. REM steht für Rapid Eye Movement. Die Augen bewegen sich unter den geschlossenen Lidern und Träume aus dieser Schlafphase sind oft auch nach dem Wachwerden noch präsent.

HH/MPG

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Pendeln: Umsteigen begünstigt Infekte

Wer oft mit Bus und Bahn unterwegs ist, steckt sich schneller mit Viren an.

Auch Blinzeln trägt zum Gespräch bei

Dabei geht es nicht ums Augenklimpern, sondern um subtilere Signale.

Nachbarschaft steuert unser Essverhalten

Wie gesund wir uns ernähren, hängt offenbar von der Gegend ab, in der wir leben.

Dieser Stuhl beugt Rückenschmerzen vor

Ein spezieller Stuhl motiviert seinen Besitzer dazu, regelmäßig die Sitzposition zu ändern.

Nach Feierabend nicht zurückziehen

Für die Erholung ist es offenbar besser, sich aufzuraffen und noch etwas zu unternehmen.

Rauchen: Wer dreht, hört seltener auf

Raucher, die ihre Zigaretten selbst drehen, sind weniger motiviert, damit aufzuhören.

Lange Ehe: Weniger Streit, mehr Humor

Paare, die schon lange verheiratet sind, überwinden Konflikte eher mit Humor.

Partnerschaft beeinflusst die Fitness

Frisch verliebt oder gerade getrennt: Beides wirkt sich auf die körperliche Aktivität aus.

Lego-Kopf verschluckt, was nun?

Forscher haben das in einem Selbstversuch getestet.

Keime: Können Brillen krank machen?

Brillen sind oft mit potenziell krankmachenden Bakterien besiedelt.

Superhelden machen uns hilfsbereiter

Schon der Anblick eines Superhelden motiviert uns dazu, anderen zu helfen.

Frauen sind zäher als gedacht

Entgegen vieler Vorurteile zeigt eine neue Studie: Frauen sind körperlich ebenso belastbar wie Männer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen