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Elternpaar, ca. Mitte/Ende 20, mit zwei Kindern (Junge ca. 9 und Mädchen ca. 6), Junge hellhäutiger, Mädchen dunkelhäutiger

Patchwork-Familien sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Doch Kinder mit Halbgeschwistern gehen als Jugendliche häufiger Risiken ein.
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Di. 13. August 2013

Kinder mit Halbgeschwistern leben riskanter

Viele Kinder wachsen mittlerweile in Patchwork-Familien gemeinsam mit Halbgeschwistern auf. Das muss nicht schlecht sein, doch deutet eine Studie US-amerikanischer Forscher darauf hin, dass Kinder mit Halbgeschwistern als Jugendliche eher zu Drogen greifen und schon früh ihre ersten sexuellen Erfahrungen machen.

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Erstgeborene Jugendliche mit Halbgeschwistern von verschiedenen Vätern legen eher eine riskante Lebensweise an den Tag als Jugendliche mit Vollgeschwistern, berichten Wissenschaftlerinnen der US-amerikanischen Bowling Green State University und der Iowa State University. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie bis zu ihrem 15. Lebensjahr schon einmal Drogen wie Marihuana, Aufputschmittel, Substanzen zum Inhalieren, Kokain, Crack, Halluzinogene, Beruhigungsmittel oder andere Stoffe eingenommen hatten, lag um 65 Prozent höher als bei ihren Altersgenossen ohne Halbgeschwister. Außerdem war die Wahrscheinlichkeit, dass sie vor dem 15. Geburtstag schon Sex hatten, zweieinhalbmal höher.

Was genau dazu führe, sei noch unklar, sagt Karen Benjamin Guzzo, die jetzt gemeinsam mit ihrer Kollegin der Frage nachgehen will, welchen Einfluss das Verhalten der Mutter, die Rolle des Vaters oder Stiefvaters oder die Wahrnehmung der Verhältnisse durch den Jugendlichen darauf haben. Gerade für Erstgeborene kann es schwierig sein, in einer Patchwork-Familie aufzuwachsen. Diese Kinder erleben häufig mit, wie sich die Eltern trennen, so die Soziologin. Anschließend lebten sie meist mit der Mutter eine gewisse Zeit allein, bekämen dann mit, wie die Mutter einen neuen Partner findet, mit diesem vielleicht zusammenzieht und unter Umständen ein neues Baby bekommt.

HH

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