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Frontalfoto einer grauhaarigen Seniorin, ca. Mitte 70, mit türkisfarbenem Terraband mit erhobenen Armen über dem Kopf dehnend

Statt exzessivem Fitnesstraining empfiehlt sich im Alter ein gezieltes Sportprogramm mit Übungen zur Steigerung von Kraft und Widerstandsfähigkeit der Muskeln.
© Printemps - Fotolia

Mi. 14. August 2013

Muskeln im Alter: Klasse statt Masse

Sixpack hier, Bizeps da - viele Männer legen großen Wert auf gut sichtbare Muskulatur. Eine neue Studie zeigt jedoch: Mit zunehmendem Alter sind solche Schönheitsideale zweitrangig. Denn dann kommt es vor allem auf die Qualität der Muskeln an, weniger auf die Masse.

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In einer kanadischen Studie hat sich gezeigt, dass Frauen mit einer besseren Muskelqualität, also einem besseren Verhältnis von Kraft zu Muskelmasse, körperlich fitter und daher unabhängiger waren. War die Muskelqualität niedriger, hatten Frauen ein drei- bis sechsmal höheres Risiko für körperliche Beeinträchtigungen. Sie taten sich bei alltäglichen Bewegungsabläufen wie Laufen, Aufstehen von einem Stuhl oder beim Treppensteigen schwerer. Die Ergebnisse seien auch auf Männer übertragbar, betonen die Forscher der Universität von Montréal.

Die Studie widerspreche dem, was lange über Muskulatur und Alter angenommen worden sei, so die Studienautorin Mylène Abertin-Leheudre. "Viele Senioren, die als schwach und zerbrechlich wahrgenommen werden, überraschen durch ihre tatsächliche Muskelkraft", ergänzt sie. Der altersbedingte Muskelabbau sei zwar nicht vermeidbar, sollte aber nicht mehr als Zeichen für Schwäche verstanden werden. Sport- und Bewegungsprogramme für ältere Menschen sollten vermehrt auf Widerstandsfähigkeit und Kraft abzielen und nicht nur auf eine Zunahme der Muskelmasse, raten die Forscher. Für ihre Studie hatten sie über 2.100 Frauen ab 75 Jahren auf einen Zusammenhang von Unabhängigkeit und Muskelmasse beziehungsweise Qualität der Muskulatur hin untersucht.

HH

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