Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Wie Autismus das Gehirn verändert

Aktuelles

Portrait zwei Menschen um die 50: Frau im Vordergrund Mann im Hintergrund mit ernstem Blick

Autismus wirkt sich unterschiedlich auf Frauen- und Männergehirne aus.
© auremar - Fotolia

Do. 15. August 2013

Autismus macht Gehirn von Frauen männlicher

Die Entwicklungsstörung Autismus wirkt sich auf das Gehirn von Frauen anders aus als auf das von Männern. Weibliche Gehirne werden durch die Krankheit offenbar "männlicher", männliche Gehirne jedoch nicht "weiblicher" oder noch "männlicher", wie Forscher jetzt in einer Studie herausfanden.

Demnach sind bestimmte Gehirnregionen bei Frauen mit Autismus anders ausgeprägt als es normalerweise der Fall ist. Diese Regionen, die sich normalerweise bei Männern und Frauen unterscheiden, waren bei Frauen mit Autismus "männlicher". Bei Männern konnten die Forscher dagegen keine Veränderung der Gehirnanatomie nachweisen.

Anzeige

Damit widersprechen die neuen Ergebnisse einer älteren Theorie, wonach Autismus eine extreme Form des männlichen Gehirns darstelle, so die Forscher. Diese umstrittene Theorie basiert darauf, dass Autisten zum Teil sehr gut systematische Aufgaben lösen können und beim Einfühlungsvermögen vergleichsweise schlecht abschneiden. Da Männern nachgesagt wird, dass sie besser systematische Aufgaben lösen können, Frauen dagegen bei Aufgaben, bei denen es auf das Einfühlungsvermögen ankommt, besser abschneiden, könnte Autismus demnach eine extreme Form des männlichen Gehirns sein, so die Argumentation.

Die aktuelle Studie weise darauf hin, dass die bisher hierzulande gebräuchliche Unterteilung der Autismus-Erkrankungen, in frühkindlichen Autismus, atypischen Autismus und Asperger-Syndrom, zu kurz greift. Es zeigte sich, dass sich Autismus bei Frauen auf fast gänzlich andere Gehirnregionen auswirkte als bei Männern, schreiben die Forscher. Es mache also einen deutlichen Unterschied, ob ein Mann oder eine Frau von der Krankheit betroffen sei. Eine feinere Unterteilung, auch für künftige Forschungsarbeiten, könnte daher wichtig sein.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Hilft Musik beim Vokabelnlernen?

Forscher haben untersucht, welche Rolle Hintergrundmusik beim Lernen spielt.

Tomaten halbieren das Hautkrebs-Risiko

Eine neue Studie deutet auf den schützenden Effekt hin.

Wie Chilis Diabetikern helfen könnten

Der Inhaltsstoff Capsaicin hat eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

Deswegen löst Eis Kopfschmerz aus

Eine Ärztin aus Texas hat eine neue Erklärung für den sogenannten Hirnfrost.

Gesunde Knochen dank Fußball?

Es geht auf dem Platz zwar oft ruppig zu, trotzdem hat Fußball gesundheitliche Vorteile.

Großzügige Menschen sind glücklicher

Dazu muss man nicht mit Geld um sich werfen, wie Forscher zeigen.

Große "Sitzfläche", große Haftkraft?

Wann sich Bakterien besonders gut an Oberflächen festhalten können.

Schönheit steht auf dem Kopf

Menschen empfinden ein Gesichte schöner, wenn sie es auf dem Kopf stehend betrachten.

Wenn das Pflaster mitdenkt

Mit dem neuen Pflaster könnten Pfleger von außen erkennen, wann eine Wundauflage gewechselt werden muss.

Weniger Hirnleistung während der "Tage"?

Forscher haben ermittelt, wie sich Hormonschwankungen auf das Gehirn auswirken.

Forscher entwickeln probiotisches Bier

Sie erhoffen sich einen Zusatznutzen für den Darm und das Immunsystem.

Diabetes durch dreckige Luft?

Forscher prüften, was es mit diesem Verdacht auf sich hat. Mit unerwartetem Ergebnis.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen