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Frau mit gelben Gummihandschuhen putzt Küche.

Eine zu saubere Umgebung kann dazu beitragen, das Immunsystem zu verwirren.
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Mi. 11. September 2013

Wurmkur gegen Autoimmunerkrankungen

Parasitische Würmer gegen Autoimmunkrankheiten einzusetzen, hört sich ein bisschen so an, als würde man versuchen, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Doch die Beziehung zwischen Würmern und dem menschlichen Immunsystem reicht weit zurück, und ohne die kleinen Darmparasiten scheint der körpereigenen Abwehr in manchen Fällen etwas zu fehlen.

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Wie sich Würmer zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten, wie Typ-1-Diabetes, Rheumatoide Arthritis, Lupus oder entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa, einsetzten ließen und warum es funktionieren kann, haben Forscher aus den USA und Großbritannien in einem Meinungsartikel im Fachblatt Nature Reviews Immunology zusammengefasst. Ihr Erklärungsansatz reicht weit zurück. So habe die gemeinsame Entstehungsgeschichte von Menschen und parasitischen Würmern wahrscheinlich ihren Beitrag zur Entstehung der sogenannten Typ-2-Immunantwort geleistet, vermuten die Forscher. Diese Reaktionen regulieren unter anderem Entzündungsprozesse, die mit Autoimmunkrankheiten in Zusammenhang stehen.

Die Forschung ziele nun darauf ab, sich bestimmte Komponenten der Typ-2-Immunantwort nutzbar zu machen. Die bisherigen Ergebnisse unterstützen die Hygiene-Theorie, nach der ein geringerer Kontakt mit Mikroorganismen und Würmern die Entwicklung des Immunsystems beeinträchtigen kann. Eine im Jahr 2012 veröffentlichte Studie mit Mäusen etwa habe gezeigt, dass eine zweiwöchige Wurmtherapie zur Produktion bestimmter Immunstoffe geführt habe und damit zu einem dauerhaften Schutz vor Typ-1-Diabetes, so der US-Immunologe William Gause. Ziel sei es nun, einen kontrollierten Weg zu finden, wie sich die Vorteile der Würmer für das Immunsystem auch in hygienischen Lebensbedingungen einsetzen ließen.

HH

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