Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Koffein bremst das Hirn von Jugendlichen

Aktuelles

Blonde junge Frau, ca. 18, hellbraune Wollmütze, blonde halblange Haare, schaut genüsslich in eine Kaffeetasse; im Hintergrund herbstlicher Blätterwald

Auch wenn er schmeckt: Kaffee scheint bei Jugendlichen nachteilige Effekte zu haben.
© coldwaterman - Fotolia

Di. 24. September 2013

Koffein bremst das Hirn von Jugendlichen

Koffein stört in der Pubertät offensichtlich nicht nur den Schlaf, sondern auch die Entwicklung des Gehirns. Das haben Schweizer Forscher in Versuchen mit Ratten nachgewiesen. Sie weisen auf mögliche Parallelen zum menschlichen Hirn hin.

Anzeige

Wenn pubertierende Ratten Koffein erhalten, verzögern sich die Reifungsprozesse in ihrem Hirn. In einer Studie der Forschergruppe um Reto Huber vom Kinderspital Zürich führte ein Koffeinkonsum, der auf den Menschen umgerechnet drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag entspricht, zu vermindertem Tiefschlaf und einer verzögerten Hirnentwicklung bei den Tieren. Das äußerte sich auch im Verhalten: Normalerweise werden Ratten mit zunehmendem Alter neugieriger, doch die Ratten, die Koffein konsumiert hatten, blieben scheu und vorsichtig.

Das Gehirn durchläuft während der Pubertät eine heikle Reifungsphase, während der viele psychiatrische Erkrankungen ausbrechen. Und auch wenn sich das Gehirn von Ratten klar vom menschlichen unterscheide, so würfen die vielen Parallelen in der Hirnentwicklung doch die Frage auf, ob der Koffeinkonsum von Kindern und Jugendlichen tatsächlich bedenkenlos sei. "Da gibt es noch Forschungsbedarf", sagt Huber. Der durchschnittliche Koffeinkonsum von Kindern und Jugendlichen sei in den letzten 30 Jahren um über 70 Prozent gestiegen. Ein Ende des Wachstums sei nicht in Sicht, denn am steilsten wachse der Umsatz der Getränkeindustrie im Segment der koffeinhaltigen "energy drinks", erklärt der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in einer Pressemitteilung.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Placebos helfen bei Herzschmerz

Schon das Gefühl, etwas gegen den Liebeskummer getan zu haben, hilft.

Diese Raupe frisst Plastik

Wachswürmer sind offenbar dazu in der Lage, Kunststoff zu zersetzen.

Trotz Schärfe: Chilis beruhigen den Darm

Offenbar haben die Schoten einen bisher unbekannten Effekt auf das Immunsystem.

Betablocker als Sonnenschutz?

Ein bekannter Wirkstoff wehrt UV-Strahlen sogar besser ab als übliche Sonnencreme.

Milch: fettarm gegen Depressionen

Eine asiatische Studie deutet an, dass fettarme Milchprodukte Depressionen vorbeugen.

Rote-Bete plus Sport verjüngen das Gehirn

Power-Gemüse und Jungbrunnen zugleich? Rote-Bete-Saft hat es US-Forschern angetan.

Frosch-Schleim tötet Grippeviren

Substanzen von der Haut einer Froschart könnten eine neue Waffe gegen Viren werden.

Das perfekte Profilbild wählen besser andere

Die selbst ausgesuchten Bilder sind zwar geeignet, aber meist nicht perfekt.

Worauf Frauen bei der Partnerwahl achten

Glaubt man einer aktuellen Studie, sind die inneren Werte eher nebensächlich.

Alzheimer mit Greebles aufspüren

Ein einfacher Test mit 3D-Figuren könnte einen frühen Hinweis auf die Krankheit liefern.

Wer Kälte sieht, bleibt cool

Beim Anblick einer Winterlandschaft fällt es uns leichter, kontrolliert zu handeln.

Graue Haare deuten auf krankes Herz hin

Unabhängig vom Alter sind graue Haare ein Warnsignal für Herzkrankheiten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen