Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Schwindelfrei dank Pirouetten-Training

Aktuelles

Ballerina im Tutu sitzt am Boden und schnürt einen Schuh

Jahrelanges Training scheint es Balletttänzern zu ermöglichen, Schwindel-Signale zu unterdrücken.
© Alexander Yakovlev - Fotolia

Mo. 30. September 2013

Weniger Schwindel dank Pirouetten-Training

Ob in "Schwanensee", "Romeo und Julia" oder "Der Nussknacker": Wenn Primaballerinen ihre Pirouetten drehen, wird manchem Zuschauer allein vom Zusehen schwindelig. Warum Balletttänzerinnen nach einer Pirouette selbst aber sogar noch weiter tanzen können, haben jetzt Londoner Wissenschaftler herausgefunden.

Anzeige

Sie konnten anhand von Magnetresonanztomographie-Aufnahmen zeigen, dass bestimmte Gehirnstrukturen bei Balletttänzern anders ausgeprägt sind. Dies scheine dabei zu helfen, dass ihnen bei den zahlreichen, schnellen Drehungen um die eigene Achse nicht schwindelig wird, so die Wissenschaftler. Es handelt sich dabei um zwei Gehirnregionen. Eine, die einkommenden Reize vom Innenohr, wo das Gleichgewichtsorgan sitzt, verarbeitet und eine, die für die Wahrnehmung von Schwindel zuständig ist.

Durch jahrelanges Training scheine es den Tänzern möglich zu sein, bei Figuren wie Pirouetten Signale zu unterdrücken, die vom Innenohr kommen, so die Forscher. Sie hoffen nun, dass ihre Ergebnisse dazu beitragen, in Zukunft Menschen helfen zu können, die unter chronischem Schwindel leiden.

Um herauszufinden, warum sich Tänzerinnen nicht schwindelig drehen, hatten die Forscher 29 Tänzerinnen und 20 weibliche Ruderer mit vergleichbarem Alter und Fitnessstand in einer dunklen Kammer auf einen Drehstuhl platziert und diesen rotieren lassen. Die Frauen sollten einen Hebel betätigen, wenn sie das Gefühl hatten, der Stuhl sei zum Stillstand gekommen. Dies war bei Tänzerinnen früher der Fall als bei den Ruderinnen. Außerdem maßen die Forscher die Augenreflexe und machten Gehirnscans.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Junge oder Mädchen? Blutdruck gibt Hinweis

Nicht nur ein Ultraschall gibt Aufschluss über das Geschlecht eines Babys.

Musizieren verbessert die Reaktion

Diese neue Erkenntnis könnte vor allem für ältere Menschen eine wichtige Rolle spielen.

Wetter ist nicht schuld an Schmerzen

Eine neue Studie widerlegt einen weit verbreiteten Mythos.

Vitamin-B12-Mangel wegputzen?

Eine spezielle Zahnpasta wirkt Nährstoffmangel bei Veganern entgegen.

Mineralwasser: Glas beeinflusst Geschmack

Ähnlich wie bei Wein bestimmt das Glas auch bei Wasser über das Aroma.

Krafttraining beugt Demenz vor

Von Muskelaufbau profitiert auch das Gehirn, wie eine neue Studie zeigt.

Pinguin-Gang bei Glatteis

Mit diesen Tipps kommen Sie auch bei Glatteis sicher zum Ziel.

Spinnenseide als Hightech-Verband

Englische Forscher bestücken künstliche Spinnenseide mit Wirkstoffen.

Löst Schweißen Parkinson aus?

Schweißer können Symptome entwickeln, die denen der Parkinson-Krankheit ähneln.

"Nachbar-Effekt" im Krankenhaus

Geht es einem Patienten schlechter, betrifft das die ganze Station.

Sekt-Geschmack auch durch Bläschen

Forscher erklären den Effekt der Bläschen in Sekt und Champagner.

Nüsse senken Krankheitsrisiko

Schon eine Handvoll Nüsse täglich senkt das Risiko für verschiedene Krankheiten wie Krebs.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen