Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Fesseln lassen Gegner größer wirken

Aktuelles

Mann mit Brille ist mit Elektrokabeln eingewickelt bzw. gefesselt

Wer gefesselt ist, hat eine verzerrte Wahrnehmung: Potenzielle Gegner werden größer und muskulöser eingeschätzt als sie es tatsächlich sind.
© gpointstudio - Fotolia

Fr. 04. Oktober 2013

Fesseln lassen Gegner größer wirken

Wenn Männer gefesselt oder anderweitig körperlich eingeschränkt werden, erscheint ihnen ein potenzieller Gegner größer als wenn sie sich frei bewegen können. Dies haben zwei amerikanische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden, die sie im Onlinejournal "PLOS ONE" veröffentlicht haben.

Anzeige

Männliche Studienteilnehmer, die an einen Stuhl gefesselt waren, überschätzten demnach die Größe eines anderen Mannes, von dem sie zur Beurteilung lediglich ein Porträt mit einem wütenden Gesichtsausdruck gesehen hatten. In einer zweiten Runde stuften sie ihre eigene Körpergröße anhand von Markierungen an einer Wand ein. Das Ergebnis: Die eigene Statur unterschätzten sie.

Um den Einfluss eines Angstgefühls, das Fesseln verursachen können, auszuschließen, wurden die Tests in abgewandelter Form wiederholt. Statt angebunden zu sein, standen die Testpersonen nun auf einem wackeligen Brett. Auch hier zeigte sich, dass ein Gegenüber größer und muskulöser eingeschätzt wurde, wenn man eine körperliche Einschränkung – in diesem Fall die instabile Oberfläche – erfahren hatte.

"Die Wahrnehmung der eigenen körperlichen Fähigkeiten scheint bei Männern automatisch im Hinblick auf mögliche Konflikte mit anderen verarbeitet zu werden", versucht Studienautor Daniel Fessler von der University of California in Los Angeles die Ergebnisse zu erklären. Da in der Studie ausschließlich junge Männer untersucht worden waren, könnten zukünftige Untersuchungen noch andere Bevölkerungsgruppen einbeziehen und auch andere Gefühle als Wut untersuchen.

JM/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie sich Erinnerungen manipulieren lassen

Eine neue Studie zeigt, dass man seinem Gedächtnis nicht immer trauen kann.

4 Fehler bei der Geschenke-Suche

Wissenschaftler haben analysiert, welche Präsente besonders gut ankommen.

Schmalere Becken durch Kaiserschnitt?

Durch die moderne Medizin verändert sich der Körper der Frau.

Mehr Sport - mehr Sperma

Eine gewisse Art von Training wirkt sich besonders positiv aus.

Passivrauch macht Haustiere krank

Auch bei Hund, Katze & Co. steigt das Risiko für Krebs und andere Krankheiten.

Schützt Sonnenlicht vor Kurzsichtigkeit?

UV-B-Strahlung hat offenbar eine positive Wirkung auf die Sehkraft.

Schnabeltier-Gift zur Diabetes-Therapie?

Im Gift der Tiere ist ein Hormon enthalten, Diabetikern helfen könnte.

Frauen und Männer sehen unterschiedlich

Gesichter nehmen Frauen anders wahr als Männer, wie eine neue Studie zeigt.

Zahl der Viren ist viel größer als gedacht

Das geht aus einer Studie mit Spinnen, Käfern und anderen Insekten hervor.

Wer kreativ ist, fühlt sich besser

Malen, Stricken, Verse dichten, Musizieren - all das steigert das Wohlbefinden.

Bei Nies-Attacken die Mitmenschen schützen

US-Forscher stellten drei verschiedene Methoden auf dem Prüfstand.

Macho-Männer sind eher depressiv

Einige männliche Eigenschaften schaden der Psyche offenbar besonders.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen