Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Affen betreiben höfliche Konversation

Aktuelles

Zwei Weißbüschelaffen sitzen nebeneinander auf einem Baumstamm

Den anderen im "Gespräch" rüde unterbrechen? Für Weißbüschelaffen undenkbar.
© Martina Berg - Fotolia

Fr. 18. Oktober 2013

Affen können höfliche Konversation betreiben

Bestimmte Affen können offenbar genauso höflich miteinander umgehen wie Menschen. US-amerikanische Forscher berichten, dass die beobachteten Weißbüschelaffen selbst mit Artgenossen, mit denen sie nicht in einer Partnerschaft leben, freundliche "Gespräche" führten.

Anzeige

Die Konversationen der Weißbüschelaffen ähnelten denen von Menschen, die in einem Gespräch typischerweise abwechselnd reden und den anderen ausreden lassen, bevor sie antworten, so die Wissenschaftler von der Princeton University, USA. In einem Experiment hatten sie die Affen in zwei Ecken eines Raums gesetzt, so dass sie sich nicht sehen sondern nur hören konnten. Die Tiere riefen nie zur selben Zeit, sondern warteten etwa fünf Sekunden, ehe sie auf die Äußerung des "Gesprächspartners" antworteten. Anscheinend befolgten sie bestimmte Regeln zur Kommunikation, vermutet der Studienautor Asif Ghazanfar.

Damit unterscheiden sich Weißbüschelaffen grundlegend von anderen Tieren, denen solche Umgangsformen fremd sind und die in der Regel lediglich zur Paarung oder zur Verteidigung ihres Territoriums miteinander kommunizieren. Rüde Unterbrechungen inklusive. Selbst andere Affenarten kennen diese höfliche, abwechselnde Kommunikation nicht und geben auch insgesamt nur wenige Laute von sich.

Aus weiteren Studien mit den Affen hoffen die Forscher Hinweise zu gewinnen, warum Menschen auf die Art und Weise kommunizieren, wie sie es tun, aber auch, warum manche Gespräche nicht reibungslos verlaufen. Derzeit untersuchen die Wissenschaftler, welchen Einfluss früheste Lebenserfahrungen von Weißbüschelaffen – von der Zeit im Mutterleib bis hin zu ersten Gesprächen zwischen Eltern und Sprössling – auf deren Kommunikation haben. Sie wollen damit Licht ins Dunkle bringen, wie es zu beim Menschen zu Sprachstörungen kommt.

JM/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sind die Weltmeister zu satt?

Die Neurobiologie könnte die schwache Leistung der deutschen Mannschaft gegen Mexiko erklären.

Haben alle Fußballer O-Beine?

Die Neigung zu krummen Beinen gehört offenbar zum Berufsrisiko.

Bittergurken senken den Blutzucker

Je höher der Blutzucker ist, desto günstiger ist der Effekt des Naturprodukts.

Religion: Der Glaube verlängert das Leben

Eine Todesanzeigen-Analyse zeigt: Wer einer Religion angehört, lebt länger.

Krähenfüße lassen Gefühle echt wirken

Kleine Falten um die Augen wirken sich darauf aus, wie wir Gefühle bei anderen Menschen einstufen.

Honig bei verschluckter Knopfzelle

Das süße Hausmittel könnte helfen, Komplikationen zu verhindern.

Handy-Regeln sorgen nicht für gute Noten

Klare Regeln für den Medienkonsum könnten sogar kontraproduktiv sein.

Kleidung: Kittel macht Ärzte kompetent

Für Patienten spielt es offenbar eine große Rolle, was Ärzte tragen.

Darmgeräusche geben Hinweis auf Reizdarm

Die Krankheit könnte sich offenbar ganz einfach diagnostizieren lassen.

Wovor wir uns am meisten ekeln

Forscher haben 6 Dinge identifiziert, die bei uns besonders großen Ekel hervorrufen.

Wie Bananen bei der Wundheilung helfen

In vielen Entwicklungsländern werden Bananenschalen als Pflaster genutzt.

Kinder: Schlafmangel erhöht Blutfette

Ein Schlafdefizit in jungen Jahren macht sich auch im späteren Leben bemerkbar.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen