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Mädchen am Strand isst Melone.

Sonnige Länder tun Kindern gut - nicht nur im Urlaub.
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Di. 22. Oktober 2013

ADHS: sonnige Länder im Vorteil

Sonnenlicht hebt die Stimmung, in Herbst und Winter wird das vielen bewusst. Der Sonnenschein übt offenbar noch ganz andere Effekte auf die Psyche aus: Forscher haben festgestellt, dass in sonnigen Ländern weniger Kinder an ADHS leiden.

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Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom, besser bekannt unter dem Kürzel ADHS, gilt als die häufigste psychische Erkrankung im Kindesalter. Wissenschaftler aus den USA haben nun ermittelt, dass das Sonnenlicht offenbar beeinflusst, wie oft ADHS auftritt. In Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung war die Zahl der betroffenen Kinder deutlich geringer als in den weniger sonnigen Ländern, schreiben sie im Fachblatt Biological Psychiatry. Faktoren, die bekanntermaßen mit dem Risiko für ADHS in Verbindung stehen, wie das Geburtsgewicht oder das Familieneinkommen, wurden dabei eingerechnet, um nur den Einfluss des Sonnenlichts zu ermitteln. Bei anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Autismus bestand dieser Zusammenhang zur Sonneneinstrahlung nicht.

Die Forscher vermuten, der positive Effekt des Sonnenlichts bei ADHS liege darin, dass es hilft, Störungen der "inneren Uhr" zu beseitigen. Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hatte, lassen sich ADHS-Symptome lindern, wenn man unter anderem Schlafstörungen behandelt und für einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus der Kinder sorgt. Doch die Ergebnisse werfen viele Fragen auf. Unter anderem ist unklar, ob tatsächlich eine Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Sonnenlicht und ADHS besteht oder ob andere Faktoren hier eine Rolle spielen. Die Forscher raten daher besorgten Familien, nicht übereilt in sonnige Gegenden umzuziehen.

RF

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