Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Links Wedeln macht Hunde ängstlich

Aktuelles

Zwei Hunde beschnuppern sich mit wedelnden Schwänzen auf einer Wiese

Schwanzwedeln reflektiert bei Hunden, was in deren Gehirn passiert. Schwingt der Schwanz eines Hundes zum Beispiel vermehrt nach links, ist der Hund wahrscheinlich beunruhigt.
© Fernando Cortés - Fotolia

Di. 05. November 2013

Links Wedeln macht Hunde ängstlich

Wer die Körpersprache von Hunden kennt, kann ihre Stimmung deuten. Italienische Wissenschaftler fanden jetzt allerdings heraus, dass bei den Vierbeinern Schwanzwedeln nicht gleich Schwanzwedeln ist: Die Richtung ist offenbar entscheidend.

So reagieren Hunde unterschiedlich darauf, ob ihr Gegenüber verstärkt zur linken oder zur rechten Seite hin wedelt. Schon frühere Forschungen der Wissenschaftler zeigten: Schwingt der Schwanz eines Hundes vermehrt nach rechts, deutet dies auf positive Gefühle hin, zum Beispiel wenn ein Hund sein Herrchen sieht. Ist der Hund dagegen beunruhigt, wie etwa beim Anblick eines unfreundlichen Hundes, ist das Wedeln eher linksseitig.

Anzeige

Das Schwanzwedeln reflektiert dabei, was im Gehirn der Hunde passiert. Ähnlich wie bei Menschen seien auch bei Hunden die beiden Gehirnhälften asymmetrisch organisiert, wobei der rechten und linken Gehirnhälfte unterschiedliche Rollen zukommen, erläutern die Forscher. Eine Aktivierung der linken Gehirnhälfte, wie bei einer positiven Reaktion und Annäherung, führe dazu, dass rechts gewedelt werde. Beim Links Wedeln sei dagegen die rechte Gehirnhälfte aktiv, was mit einer negativen Reaktion und Rückzug in Verbindung stehe.

Dass andere Hunde diese Botschaften verstehen und genauso interpretieren, ist das Ergebnis der aktuell in der Fachzeitschrift Current Biology veröffentlichten Studie. Wenn die Hunde einen Artgenossen nach links wedeln sahen, beschleunigte sich ihre Herzfrequenz, und sie wirkten ängstlicher. Sahen sie dagegen einen anderen Hund, der verstärkt zur rechten Seite hin wedelte, blieben sie vollkommen entspannt, berichten die Wissenschaftler. Dass Hunde durch Schwanzwedeln bewusst kommunizieren, glauben die Forscher indes nicht.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Mit Zauberpilzen gegen Depressionen

Ein kleine Studie deutet eine Wirkung an, die Patienten nützen könnte.

Leidenschaft als Strategie in der Liebe

Warum US-Amerikaner ihrem Partner gegenüber leidenschaftlicher sind als Ostasiaten.

Hausarbeit beeinflusst die Gesundheit

Ältere Männer arbeiten deutlich weniger im Haushalt als Frauen - mit Folgen für die Gesundheit.

Geschäftsreisen belasten die Psyche

Wer häufig beruflich verreist, hat ein höheres Risiko für Depressionen und Angststörungen.

Mit Wirkstoff-Pflaster zum Wunschgewicht?

Ein spezielles Pflaster mit Mikronadeln könnte die Fettverbrennung ankurbeln.

Warum Frauen schneller frieren

Dass Frauen bei kalten Temperaturen eher frösteln als Männer, ist kein Vorurteil.

Gestresst? Wie das Shirt des Partners hilft

Der Geruch des Shirts eines geliebten Menschen reduziert offenbar Stress und Anspannung.

Lieber Schoko oder doch den Apfel?

Warum der Mensch sich so gern für das falsche Lebensmittel entscheidet.

Jünger aussehen dank Gesichtstraining

Ganz ohne OP: 32 verschiedene Übungen machen das Gesicht deutlich jugendlicher.

Blaubeeren verbessern Strahlentherapie

Extrakte aus der Frucht zeigten Erfolge bei Krebszellen vom Gebärmutterhals.

Den Stoffwechsel trainieren

Reagiert der Körper flexibel auf Fette und Kohlenhydrate, hält das gesund.

Sekt: Prickeln liefert Hinweis auf Qualität

Anhand der Prickel-Geräusche lässt sich offenbar die Qualität eines Schaumweins beurteilen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen