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Drei junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturen schauen lachend in die Kamera

Wer zwei Sprachen spricht, hat offenbar gute Chancen, erst später an Demenz zu erkranken als einsprachige Menschen.
© Franz Pfluegl - Fotolia

Do. 07. November 2013

Zweite Sprache verzögert Demenz

Wer hätte es gedacht: Bilingual ist nicht nur "in", sondern auch gesund. Wer zwei Sprachen spricht, hat einer indischen Studie zufolge gute Chancen, erst ein paar Jahre später an Demenz zu erkranken, als einsprachige Altersgenossen.

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Die Zweisprachigkeit scheint den Beginn von Demenz zu verzögern, berichten die Forscher im Fachblatt Neurologie. Sie fanden heraus, dass die Erkrankung, in deren Verlauf es zu einem Abbau der geistigen Fähigkeiten kommt, bei jenen, die zwei Sprachen beherrschten, im Schnitt viereinhalb Jahre später einsetzte als bei Menschen, die nur eine Sprache sprachen. Den offenbar herauszögernden Einfluss einer Zweitsprache fanden die Forscher für drei verschiedene Demenzformen: die Alzheimer-Krankheit, die vaskuläre Demenz, die mit Durchblutungsstörungen in Zusammenhang steht, und die seltenere frontaltemporale Demenz, auch Pick-Krankheit genannt. Interessanterweise fand sich der positive Effekt auch bei Personen, die nicht lesen konnten, was darauf hindeute, dass der Bildungsstand als Erklärung nicht ausreiche, so die Forscher. Sie hatten die Daten von fast 650 Indern mit einem durchschnittlichen Alter von 66 Jahren, die an Demenz erkrankt waren, untersucht.

Der schützende Effekt könnte darauf zurückzuführen sein, dass durch das Sprechen von zwei oder mehr Sprachen Gehirnbereiche gefördert werden, die für zielgerichtetes Handeln und Planen, das Treffen von Entscheidungen oder die Aufmerksamkeit wichtig sind, vermuten die Wissenschaftler. Für das Sprechen von mehr als zwei Sprachen fanden die Forscher allerdings keinen zusätzlichen Schutzeffekt.

HH

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