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Jugendliche mit 3D-Brillen im Kinosaal

In den USA finden Gewaltszenen zunehmend Eingang in Filme, die auch Jugendliche zu sehen bekommen.
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Mo. 11. November 2013

USA: Mehr Schießereien in Jugendfilmen

In den USA hat sich die Anzahl von Filmszenen mit Waffengewalt in den letzten dreißig Jahren mehr als verdreifacht. Das berichten Forscher von der Ohio State University. Die starke Zunahme solcher Szenen betreffe allerdings nicht etwa Gewaltfilme für Erwachsene, sondern Streifen, die ausdrücklich für Jugendliche zugänglich sind.

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In den USA werden Filme, anders als in Deutschland in die Kategorien G (für alle Altersstufen geeignet), PG (Begleitung eines Erwachsenen empfohlen), PG-13 (Begleitung eines Erwachsenen besonders empfohlen), R (unter 17 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen erlaubt) und NC-17 (ab 18 Jahren) eingestuft. Den Forschern zufolge beschränkt sich die Zunahme der Gewaltszenen auf Filme der Kategorie PG-13 - also Filme, die auch für Kinder zugänglich sind. In Filmen der anderen Kategorien konnten sie keine solche Zunahme beobachten.

Die Wissenschaftler hatten 915 Filme aus den Jahren 1950 bis 2012 auf Szenen mit Waffengewalt hin analysiert. Bis zum Jahr 1985, dem Jahr, in dem in den USA die Einstufung der Altersfreigaben eingeführt wurde, hat die Zahl der Szenen mit Waffengewalt in PG-13-Filmen demnach kaum zugenommen. Von 1985 an begann die Zahl solcher Szenen jedoch stetig anzusteigen. Ab 2005 hat die Zunahme noch mehr Fahrt aufgenommen.

Die Forscher sehen diese Entwicklung kritisch. Zum einen wegen des von Psychologen beobachteten "Waffen-Effekts", der besagt, dass Menschen allein durch den Anblick einer Waffe zu aggressiverem Verhalten gegenüber Mitmenschen neigten. Zum anderen, weil Filme mit der PG-13-Einstufung zu den Kassenschlagern zählen und vor allem von jungen Zuschauern gesehen werden.

FH

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