Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses "Hä?" - ein universelles Fragewort

Aktuelles

Frau um die 30, langen braune Haare, roter Rolli, hält eine Hand hinters Ohr; Ihre Miene drückt Unverständnis aus

Ein kurzes "Hä?" gilt als unfein, wird aber weltweit verstanden.
© britta60 - Fotolia

Mi. 13. November 2013

"Hä?" - ein universelles Fragewort

Generationen haben damit zugebracht, ihren Kindern erfolglos beizubringen, statt eines unhöflichen "hä?" ein freundliches "wie bitte?" zu sagen. Dabei ist das kleine, schnelle Fragewort der perfekte Notausstieg, wenn wir in einem Gespräch nichts mehr verstehen. Sprachforscher haben jetzt zudem herausgefunden, dass es in ganz ähnlicher Form weltweit anzutreffen ist.

Anzeige

Ob "huh?" auf Englisch, "a?" auf Hochchinesisch, "e?" im Spanischen oder "he?" auf Niederländisch: Weltweit bedienen sich die Menschen einer ganz ähnlichen, minimalistischen, einfach zu produzierenden Silbe, um auszudrücken, dass sie etwas akustisch oder inhaltlich nicht verstanden haben. Dass sich dieses Wörtchen offenbar in allen Sprachen ähnelt, und zwar sowohl im Klang als auch in seiner Funktion, fanden Forscher des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen heraus. Dies sei ungewöhnlich, betonen die Forscher, denn bei Sprachen unterschiedlicher Herkunft hörten sich Worte normalerweise komplett unterschiedlich an. Ein Beispiel hierfür sei zum Beispiel der Hund, der im Japanischen "inu" genannt wird, wohingegen Franzosen von einem "chien" sprechen und Engländer von "dog".

Kritiker könnten nun anmerken, dass es sich bei "hä?" nicht wirklich um ein Wort handelt. Doch dem widersprechen die Wissenschaftler. Denn obwohl das kleine Wörtchen in allen Sprachen in ähnlicher Form existiere, unterscheide es sich doch von Land zu Land, so Mark Dingemanse und Kollegen. Es handele sich nicht um einen universellen Laut, der den Menschen angeboren sei, wie Niesen oder Weinen. Es sei vielmehr ein Laut, der unterschwellig in jeder Sprache erlernt werde, erläutern die Sprachexperten online im Fachjournal PLOS ONE.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schlaflos durch raffinierte Kohlenhydrate?

Lebensmittel, denen Zucker, Fett und Salz zugesetzt wurden, können den Schlaf stören.

Sicherheitssignal lindert Ängste

Mithilfe eines Musikstücks könnten sich Angststörungen behandeln lassen.

Wirken Probiotika bei Kindern verschieden?

Eine Studie legt nahe, dass es große Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gibt.

Blutdruck senken mit Achtsamkeitstraining

Die alternative Methode könnte dazu beitragen, unkontrollierten Bluthochdruck zu senken.

Vorlesen sorgt für bessere Mathe-Noten

Frühes Vorlesen trägt dazu bei, dass Kinder später bessere Leistungen in Mathe haben.

Kaufrausch durch Zimt- und Vanilleduft?

Weihnachtliche Düfte könnten uns dazu verleiten, teurere Produkte zu kaufen.

Betrunken ohne getrunken zu haben?

Beim sogenannten Eigenbrauer-Syndrom produziert der Körper aus Kohlenhydraten Alkohol.

Skifahrer haben seltener Depressionen

Auch das Risiko für Parkinson und eine vaskuläre Demenz ist niedriger.

Wetterfühligkeit ist keine Einbildung

Bei bestimmten Wetterlagen empfinden viele Menschen mehr Schmerzen als sonst.

Wärmebildkameras für Rheuma-Diagnose?

Bei Erkrankten ist die Temperatur der Finger dauerhaft höher als bei Gesunden.

Uralte Regel: Keine Austern im Sommer

Schon vor 4.000 Jahren haben Menschen Muscheln wie Austern nur in den kalten Monaten gegessen.

Frühstück sorgt für bessere Schulnoten

Bis zu zwei Noten besser sind Schüler, wenn sie morgens etwas gegessen haben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen