Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Knoblauch macht Babynahrung sicherer

Aktuelles

Schale mit Knoblauchknollen

Knoblauch verfeinert nicht nur viele Speisen, sondern kann auch Babynahrung sicherer machen.
© Africa Studio - Fotolia

Mi. 27. November 2013

Knoblauch macht Babynahrung sicherer

Mit Knoblauch lassen sich Vampire abschrecken, heißt es. Die abwehrende Wirkung des Knoblauchs konnten Wissenschaftler jetzt bestätigen. Allerdings hatten sie dabei weniger die blutsaugenden Phantasiegestalten im Visier als vielmehr ganz reale Übeltäter: Bakterien in Babynahrung.

Anzeige

Das Bakterium, dem die Forscher mit dem Knoblauch an den Kragen wollen, trägt den Namen Cronobacter sakazakii. Dieses Bakterium kann in Milchpulver zur Zubereitung von Babynahrung vorkommen und bei Säuglingen zu seltenen, dann aber oft lebensgefährlichen Infektionen führen, wie etwa zu einer Blutvergiftung oder einer Hirnhautentzündung. Mit einem Hauch Knoblauch lasse sich dieses Risiko aber verringern und damit die Fertigmilch für Babys sicherer machen, berichtet der Ernährungswissenschaftler Xiaonan Lu von der University of British Columbia, Kanada, im Fachblatt Applied and Environmental Microbiology.

Gemeinsam mit Kollegen ist es ihm gelungen, Inhaltsstoffe des Knoblauchs zu identifizieren, die die Bakterienzahl offenbar stark verkleinern können: Diallylsulfide und Ajoene. "Im Prozess der Lebensmittelherstellung tötet schon eine Spur dieser beiden Verbindungen Cronobacter sakazakii äußerst wirksam ab", sagt Xiaonan Lu. Damit bestehe die Möglichkeit, den Krankheitserreger zu beseitigen bevor er überhaupt den Verbraucher erreiche.

Um die Gefahr für Säuglinge durch Bakterien in Fertigmilch so klein wie möglich zu halten, sollten Eltern das Milchpulver mit abgekochtem Wasser anrühren. Wassertemperaturen unter 50 °C zum Zeitpunkt des Anrührens hält das Bundesinstitut für Risikobewertung für ausreichend. Nach dem Abkühlen auf Trinktemperatur soll die Fertigmilch sofort verfüttert werden. Die Milchnahrung sollte nicht auf Vorrat hergestellt oder warmgehalten werden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Ultraschall verändert Entscheidungsprozesse

Ultraschallwellen können elektrische Signale im Gehirn erzeugen oder unterdrücken.

Ist Kaffee lebensnotwendig?

Die Schweiz hat entschieden, dass alle Kaffee-Notvorräte aufgelöst werden sollen.

Viele Haustiere sind zu dick

Übergewichtige Tiere haben mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Mehr Alkohol durch unterdrückte Gefühle

Wer tagsüber seine Emotionen kontrollieren muss, trinkt abends mehr Alkohol.

Mit Comics auf die Herz-OP vorbereiten

Ein Comic könnte die Aufklärung vor einer Herzkatheteruntersuchung verbessern.

Dubstep-Musik vertreibt Mücken effektiv

Wenn Mücken elektronischer Musik ausgesetzt sind, stechen sie seltener zu.

Chirurgie ohne Schnitte und Narben

Mithilfe eines neuen Verfahrens könnte sich Knorpel ganz einfach umformen lassen.

Zucker hat Einfluss auf die Atemwege

Glukose spielt offenbar eine Rolle bei entzündlichen Atemwegskrankungen.

Schon der Gedanke an Kaffee macht wach

Forscher haben die psychologischen Effekte des Getränks genauer untersucht.

So erkennt man Aprilscherze sofort

Forscher haben einige Merkmale identifiziert, die auch bei Fake News verwendet werden.

Vitamin C verkürzt Krankenhausaufenthalt

Patienten, die Vitamin C bekommen, können die Intensivstation oft schneller verlassen.

Medikamente und Mozart bei Schmerzen

Die Kombination reduziert Schmerzen effektiv, zeigt eine neue Studie.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen